Energieberatung

Testobjekt 1: Gründerzeitvilla

26.04.2012
Inhalt

Das Haus: Einfamilienhaus von 1906 im Osten Deutschlands, 168 Quadratmeter, sieben Bewohner. Das Problem: Weitgehend ungedämmt, geringer Schimmelpilzbefall, ungenutzter Dachraum, hohe Stromkosten durch Warmwasserboiler.

Beratung 1

Architektin, drei Besuche (insgesamt 3,5 Stunden), Preis: 750 Euro.

+ Viele Tipps bei den Rundgängen.

Schwacher Bericht: sehr lückenhaft, wenig Details zu den vorgeschlagenen Maßnahmen, mit unzureichender Zusammenfassung. Die Mindestanforderungen wurden nicht erfüllt. Empfohlen wird unter anderem eine teure Solaranlage mit Vakuumröhren und Elektro-Nachheizung, obwohl eine Holzpelletheizung vorhanden ist.

test-Kommentar: Unzureichend.

Beratung 2

Energieberater mit Thermografie, drei Besuche (4,5 Stunden), Preis: 500 Euro.

+ Der Rundgang durchs Haus mit vielen Tipps und Thermografiebildern beeindruckte den Eigentümer.

Der Dämmtipp fürs Dach berücksichtigte unzureichend die möglichen Dämmstoffdicken. Der Bericht ist sehr lückenhaft, er bietet wenige Details zu konkreten Maßnahmen. Zum Teil ist er schwer verständlich und enthält keine Zusammenfassung. Er erfüllt die Mindestanforderungen nicht. Viele bunte Thermografiebilder ersetzen keine echten Analysen.

test-Kommentar: Unzureichend.

Beratung 3

Dachhandwerk-Sachverständiger, halbstündiger Kurzbesuch, keine Rechnung.

Der Experte erschien zum vereinbarten Termin und besichtigte das Objekt teilweise. Nachdem der Bauherr einen von ihm vorgeschlagenen Austausch der historischen Fenster ablehnte, verwies der Berater auf einen anderen Termin und ward nie wieder gesehen.

test-Kommentar: Ein totaler Flop.

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