Energieausweis Meldung

Nach monatelangem Streit hat sich die Bundesregierung auf Details des neuen Energieausweises geeinigt. Haus- und Wohnungseigentümer, die ihre Immobilie verkaufen oder vermieten wollen, müssen Kauf- und Mietinteressenten ab dem Jahr 2008 einen Energieausweis vorlegen. Der bundeseinheitliche Ausweis, der für zehn Jahre ausgestellt wird, informiert über die energetische Qualität des Gebäudes.

Für Gebäude der Baujahre bis 1965 soll der Energieausweis ab dem 1. Januar 2008 Pflicht sein, bei später errichteten Gebäuden haben die Eigentümer noch bis zum 1. Juli 2008 Zeit.

Bis zum 1. Januar 2008 können alle Hauseigentümer zwischen zwei Arten von Energieausweisen wählen:

  • Der Bedarfspass ermittelt den Energiebedarf anhand der Gebäudeeigenschaften, etwa der Dämmqualität von Wänden und Fenstern sowie der Qualität der Heizanlage (siehe Abbildung). Er kostet für ein Einfamilienhaus je nach Aufwand 100 bis 300 Euro.
  • Der Verbrauchspass stützt sich auf den bisherigen Energieverbrauch der Bewohner. Er wird auf Basis von mindestens drei aufeinanderfolgenden Heizkostenabrechnungen berechnet. Den Verbrauchspass gibt es bereits für weniger als 50 Euro. Konkrete Vorschläge für eine Modernisierung bekommt der Eigentümer aber nur als Anlage zum Bedarfspass.

Für Eigentümer von Gebäuden mit weniger als fünf Wohnungen, für die der Bauantrag vor dem 1. November 1977 gestellt wurde, endet die Wahlfreiheit am 1. Januar 2008. Sie dürfen sich dann in der Regel nur noch den strengeren Bedarfsausweis ausstellen lassen. Die Energieausweise sind vor allem von Architekten und Bauingenieuren zu bekommen.

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