Väter, die in Elternzeit gehen wollen, sollten nicht wesentlich früher als nötig den Antrag dafür beim Chef abgeben. Böswillige Arbeitgeber könnten eine Lücke des Gesetzes ausnutzen und dem Mitarbeiter kündigen, bevor der Sonderkündigungsschutz der Elternzeit greift.

Der Kündigungsschutz beginnt zwar mit dem Antrag auf Elternzeit, frühestens jedoch acht Wochen vor Beginn der Babypause. Wer also seinen Antrag zwölf Wochen vorher abgibt, ist erst vier Wochen später besonders geschützt. Immerhin gilt für Mitarbeiter eines Betriebes mit mehr als zehn Angestellten in dieser Zeit noch der allgemeine Kündigungsschutz.

Mütter betrifft die Gesetzeslücke meist nicht. In der Schwangerschaft genießen sie Kündigungsschutz nach dem Mutterschaftsgesetz. Wenn sie währenddessen den Antrag auf Elternzeit für die Zeit nach der Geburt stellen, gleiten sie von einem Kündigungsschutz in den nächsten. Die Bundesregierung plant, die Lücke zu schließen.

Tipp: Ein Muster für den Antrag auf Elternzeit finden Sie auf www.finanztest.de/elternzeitantrag.

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