Werdende Mütter dürfen vor der Geburt die Steuerklasse wechseln, um ihr Elterngeld zu erhöhen. Das haben jetzt zwei Sozialgerichte entschieden (SG Dortmund, Az. S 11 EG 8/07, S 11 EG 40/07; SG Augsburg, Az. S 10 EG 15/08).

Seit 2007 bekommt ein Elternteil für zwölf Monate Elterngeld in Höhe von 67 Prozent seines Nettolohns. Dabei kommt es auf den Durchschnittslohn der zwölf Monate vor dem Monat der Geburt an.

Im Augsburger Fall war eine Frau in Steuerklasse V und der Ehemann in Steuerklasse III. Als sie schwanger geworden war, wechselte die Frau in die Klasse III. So erhöhte sich ihr Nettolohn.

Die Elterngeldstelle akzeptierte den Wechsel nicht.

Die Gerichte gaben den klagenden ­Müttern Recht. Auch der Wechsel von Klasse IV in die Klasse III ist okay.

Tipp:Legen Sie binnen einem Monat Widerspruch ein, wenn die Elterngeldstelle den Steuerklassenwechsel nicht akzeptiert. Verweisen Sie auf die Urteile.

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