Unser Rat

Arbeitnehmer. Verheiratete Arbeitnehmerinnen, die Elterngeld beantragen wollen, sollten möglichst früh vor der Geburt bei ihrer Gemeindeverwaltung in die Steuerklasse III wechseln. Wer Freibeträge auf seiner Lohnsteuerkarte eintragen lassen kann, etwa für ältere Kinder, sollte das vor der Geburt tun (zu den Freibeträgen siehe auch Artikel Abschied von der Karte aus Finanztest 11/2010). Beides erhöht das Nettogehalt vor der Geburt und später das Elterngeld.

Selbstständige. Freiberufler und Gewerbetreibende sollten vor der Geburt darüber nachdenken, ob sie Betriebsausgaben und Abschreibungen, die ihren Gewinn mindern, auf später verschieben können. Denn weniger Gewinn bedeutet später auch weniger Elterngeld.

Antrag. Selbstständige müssen für den Elterngeldantrag meist den Steuerbescheid aus dem Kalenderjahr vor der Geburt vorlegen, ersatzweise eine Einnahmenüberschussrechnung aus dem Jahr oder ältere Steuerbescheide. Arbeitnehmer benötigen die Gehaltsnachweise der zwölf Monate vor dem Geburtsmonat.

Atteste. Mütter sollten Atteste über schwangerschaftsbedingte Krankheiten aus der Zeit vor der Geburt aufheben. Haben sie deswegen weniger verdient, werden die Monate bei der Elterngeldberechnung außen vor gelassen. Selbstständige müssen dafür einen Antrag stellen.

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