Was beim Antrag auf Eltern­zeit wichtig ist: Eltern dürfen ihre Arbeits­zeit reduzieren

Das Eltern­geld müssen Mütter und Väter bei der Eltern­geld­stelle beantragen, die Eltern­zeit beim Arbeit­geber. Wichtig: Eltern­geld gibt es für Lebens­monate des Kindes. Diesem Prinzip sollte auch die Eltern­zeit folgen. Wird ein Kind am 17. eines Monats geboren, sollte die beantragte Eltern­zeit an einem 17. beginnen. Wer für Kalendermonate Eltern­zeit nimmt, riskiert Kürzungen.

Arbeitnehmer können ab Geburt maximal drei Jahre lang Eltern­zeit nehmen. Den Anspruch auf eine Baby­pause haben auch Beschäftige in kleinen Betrieben. Der Antrag muss schriftlich sein und dem Arbeit­geber spätestens sieben Wochen vor Beginn vorliegen.

Bis zu 24 Monate verschieben

Eltern können 24 Monate (bisher 12 Monate) der dreijäh­rigen Eltern­zeit auf die Phase zwischen drittem und achtem Geburts­tag ihres Kindes verschieben. Eine Eltern­zeit nach dem dritten Geburts­tag müssen sie 13 Wochen vor Beginn der Zeit beantragen. Die Eltern­zeit kann auf maximal drei Abschnitte aufgeteilt werden. Eine Mutter könnte also das erste Jahr nach der Geburt, das dritte und das fünfte Jahr Eltern­zeit nehmen. Einen dritten Abschnitt nach dem dritten Geburts­tag kann ein Arbeit­geber ablehnen, wenn „dringende betriebliche Gründe“ dagegen sprechen.

Anspruch auf Teil­zeit in Eltern­zeit

Einen Anspruch auf eine Reduzierung der Arbeits­zeit haben Arbeitnehmer nur, wenn sie in einem Betrieb mit mehr als 15 Mitarbeitern arbeiten. Es gibt zwei Ansprüche auf Teil­zeit:

Eltern­zeitgesetz. Eltern können sich auf das Eltern­zeitgesetz berufen. Dann müssen sie für wenigs­tens zwei Monate auf Teil­zeit gehen. Sie dürfen in jedem Lebens­monat des Kindes im Schnitt nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochen­stunden arbeiten. Hat der Chef „dringende betriebliche Gründe“, kann er die Teil­zeit ablehnen.

Teil­zeit- und Befristungs­gesetz. Dieses Gesetz gibt jedem Arbeitnehmer ein Recht auf Teil­zeit. Vorgaben für den Umfang der Reduzierung gibt es nicht. Eine Mutter kann auch nur zehn Stunden pro Woche arbeiten. Allerdings müssen Mitarbeiter diese Teil­zeit drei Monate vorher ankündigen. Auch kann der Chef sie leichter ablehnen, er braucht nur „betriebliche Gründe“.

Teil­zeit nach Eltern­zeitgesetz besser

Eltern, die nur vorüber­gehend von Voll- auf Teil­zeit wechseln möchten, wählen besser die Teil­zeit nach dem Eltern­zeitgesetz. Nach der Teil­zeit kehren sie zur Voll­zeitstelle zurück. Dieses Rück­kehr­recht gibt es im Teil­zeitgesetz nicht.

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