Elster online Meldung

Wer seine Steuererklärung elektronisch abgibt, soll das ab 25. Juli bequemer tun können. Die Finanz­verwaltung hat ihr Elster-Portal auf Vordermann gebracht. Unser erster Eindruck: Die Beta-Version hält, was die Macher versprechen. Die Website ist benutzerfreundlicher und intuitiver zu bedienen als die alte. Dennoch sind noch nicht alle Probleme gelöst. test.de sagt, was sich durch den Relaunch bei Elster.de ändert – und wo noch nachgebessert werden muss.

Nutzer konnten abstimmen

Der neue Webauftritt von Elster.de soll am 25. Juli 2017 online gehen. Wer bereits einen Zugang für Elster-Online hat, kann sein altes Nutzungs­zertifikat weiter verwenden. Bei ihrer Arbeit am Relaunch berück­sichtigten die Entwickler auch Beschwerden und Verbesserungs­vorschläge von bisherigen Nutzern und ließen Test­personen die Seite erproben. Über das Design konnten die Nutzer in einer Umfrage abstimmen.

Klares Design und neue Funk­tionen

Die Steuer-Experten der Stiftung Warentest haben vorab einen Blick auf die Beta-Version geworfen. Unser erster Eindruck: Nicht nur die Gestaltung ist über­sicht­licher geworden. Auch inhalt­lich wurde das Elster-Portal aufgeräumt. Diese Neuerungen sollen kommen:

  • Personalisierung. Nach dem Login können Anwender auswählen, welcher Nutzergruppe sie angehören, ob sie das Portal etwa als Privatperson oder als Verein verwenden. Die Seite wird entsprechend personalisiert und benötigte Formulare werden so schneller gefunden.
  • Hilfe. Wer beim Ausfüllen seiner elektronischen Steuererklärung nicht weiter weiß, nutzt die verbesserte Hilfe­funk­tion. Kürzere und leichter verständliche Erläuterungs­texte helfen, unklare Formular­teile zu verstehen und die richtigen Angaben einzutragen.
  • Suche. Anwender können künftig die notwendigen Formulare finden und direkt verwenden, indem sie in der Suche thematische Schlagwörter eingeben.
  • Berechnung. Auch neu ist die auto­matische Summenbe­rechnung: Besteht ein Posten aus vielen verschiedenen Ausgaben, wie etwa bei Spenden, kann man diese einzeln auflisten. Das Programm rechnet alle Werte zusammen und über­nimmt die Zahl.
  • Fehler­hinweise. Sie zeigt das Programm so früh wie möglich bei der Bearbeitung an, damit Nutzer falsche Angaben ändern können, solange sie noch „im Thema“ sind. Endlose Fehler­listen kurz vor Erklärungs­versand sollen somit vermieden werden.
  • Post­fach. Benach­richtigungen vom Finanz­amt – wie etwa die Bestätigung, dass die Daten über­mittelt wurden – bleiben nun dauer­haft im Post­fach. Sie werden nicht mehr gelöscht.
  • Steuererklärung unterwegs. Die neue Seite kann sich in Form und Größe auto­matisch an mobile Browser von Tablets und Smartphones anpassen - das klappt auf Geräten mit Android- wie auch mit iOS-Betriebs­system. Zur Nutzung des Portals muss außerdem die Elsters­mart-App installiert sein. In ihr wird die Zertifikats­datei gespeichert.

Nicht alle Probleme gelöst

Manche Hürden bei Elster.de konnten die Entwickler bisher nicht beseitigen:

Mac-Browser. Apple-Nutzerbenötigen weiterhin einen Chrome- oder Firefox-Browser, um alle Funk­tionen der Seite uneinge­schränkt verwenden zu können. Das Elster-Portal ist bisher mit Safari, dem Stan­dard­browser von Apple, nicht voll­ständig kompatibel.

Registrierung. Wer sich erst­mals bei Elster.de anmeldet, muss sich immer noch in zwei Schritten authentifizieren – per E-Mail und Brief. Bis Anmelde­daten und Pass­wort vorliegen, kann es zwei Wochen dauern.

Selbst testen

Neugierige können das neue Elster-Portal bis 30. Juni auf beta.elster.de ausprobieren. Übrigens: Wer für die Erstellung der Steuererklärung eine Software nutzt, findet gute digitale Helfer in unserem Test von Steuerprogrammen. Die Über­tragung der Daten ans Finanz­amt findet dann über die Elster-Schnitt­stelle des jeweiligen Programmes statt.

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