Ein Haus­eigentümer bleibt nach einem Gewitter mit Starkregen auf einem Schaden von rund 6 600 Euro sitzen. Seine Wohn­gebäude­versicherung, die auch Elementarschäden umfasst, kommt dafür nicht auf.

Nach starken Nieder­schlägen war ein Kellerschacht am Haus des Mannes voll­gelaufen. Dahinter lag ein Fenster. Das Wasser drang anschließend durch eine Fuge in den Keller, lief an der Innenwand herunter und durch­feuchtete den Boden. Der Mann hatte seinen Kellerraum als Wohn­raum genutzt.

In den Versicherungs­bedingungen stand, dass der Versicherer Schäden ersetzt, wenn eine Über­schwemmung des Versicherungs­grund­stücks durch Witterungs­nieder­schläge vorliegt. Das sei hier nicht der Fall, sagten die Ober­landes­richter in Karls­ruhe. Eine Über­schwemmung liegt nur vor, wenn sich erhebliche Wasser­mengen auf der Gelände­oberfläche ansammeln (Az. 12 U 92/11).

Dieser Artikel ist hilfreich. 271 Nutzer finden das hilfreich.