Ein Wohnungs­umbau kann steuer­mindernd geltend gemacht werden, wenn er aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Als Nach­weis reicht eine ärzt­liche Bestätigung, urteilte das Finanzge­richt Köln (Az. 10 K 290/11). Ein amts­ärzt­liches Gutachten ist nicht erforderlich. Der Fall: Die Klägerin reagiert über­sensibel auf Elektrosmog. Die Kosten für die Abschirmung ihrer Wohnung kann sie als außergewöhnliche Belastung absetzen, denn ihre Ärztin hat die Empfindlich­keit bescheinigt. Die Frau litt jahre­lang an Migräne und Tinnitus. Die Beschwerden verschwanden, als sie in ihrer früheren Wohnung strahlungs­starke Geräte abschaffte und Abschirmmaß­nahmen zur Nach­barwohnung vornahm. Nach dem Umzug in eine Eigentums­wohnung kamen die Beschwerden wieder. Ein Ingenieurbüro bestätigte starke Immissionen wegen Mobil­funk-Basis­stationen. Die Klägerin ließ darauf­hin auch ihre neue Wohnung sowie die äußere Gebäudehülle für rund 17 000 Euro abschirmen.

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