Elektroschrottgesetz Meldung

Jedes Jahr wandern in Deutschland rund 1,1 Millionen Tonnen ausrangierter Staubsauger, Computer, Telefone und anderer Haushaltsgeräte in die Mülltonne. Damit ist jetzt Schluss! Ab morgen, 24. März, gilt das neue Gesetz zur Entsorgung alter Elektrogeräte. Dann dürfen ausgediente Geräte nur noch in örtlichen Sammelstellen abgegeben werden. Für die Besitzer ist die Abgabe kostenfrei. Die Hersteller sind nun per Gesetz verpflichtet, die Altgeräte abzuholen und die Rohstoffe zu recyceln. test.de sagt, was mit den Altgeräten geschieht und wo Sie diese loswerden.

Rohstoffe wieder verwerten

Ziel des neuen Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) ist die Reduzierung der Abfallmenge und die Wiederverwendung wertvoller Rohstoffe aus den Elektrogeräten. Beispiel: Aus 14 Tonnen Elektroschrott lässt sich etwa eine Tonne Kupfer recyceln. Um die gleiche Menge Kupfer neu zu produzieren, müssten bis zu 1 000 Tonnen Gestein abgebaut und bearbeitet werden. Auch die in den Altgeräten enthaltenen Schadstoffe wie Blei, Quecksilber oder Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) lassen sich so sammeln. Im Hausmüll könnten diese Stoffe auf der Deponie oder bei der Verbrennung unkontrolliert in die Umwelt entweichen.

Kostenlose Abgabe für Großgeräte

Alte Elektrohaushaltsgeräte gehören also ab sofort nur noch auf den Recyclinghof oder in die Sperrmüllsammlung. In vielen Städten gibt es bereits Sammelstellen, Recyclinghöfe oder regelmäßige Sammlungen. Annahmegebühren, die bisher für Großgeräte wie Kühlschränke oder Gefriertruhen erhoben wurden, entfallen jetzt. Auskunft über die nächstgelegenen Annahmestellen geben die örtlichen Umwelt- und Abfallämter. Daneben können auch Händler und Hersteller auf freiwilliger Basis Altgeräte zurücknehmen.

Auch Kleingeräte nicht in den Hausmüll

Ab Ende März sind alle neuen Elektrogeräte mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet. Diese zeigt an, dass die Geräte nach der Benutzung nicht in den Hausmüll, sondern auf den Recyclinghof gehören. Aber auch die alten Geräte ohne entsprechendes Kennzeichen gehören nur noch in die Annahmestelle. Dazu gehören auch kleine Geräte wie Handys, Lockenstäbe und elektrische Zahnbürsten. Sogar Neonröhren und Energiesparlampen zählen dazu. Wer seine Elektrogeräte trotzdem in der Mülltonne entsorgt, muss in einigen Kommunen mit einem Bußgeld rechnen. Außerdem kann die Müllabfuhr die Leerung der Tonne verweigern.

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