Elektronisches Fahrten­buch Meldung

Die Ober­finanzdirektionen Rhein­land und Münster weisen in einem aktuellen Schreiben darauf hin, dass die Finanz­ämter elektronische Fahrtenbücher weder zertifizieren noch zwangs­läufig zulassen müssen (OFD Rhein­land und Münster, Kurzinfo LSt-Außen­dienst Nr. 02/2013). Steuerzahler, die ein elektronisches Fahrten­buch nutzen, sollten unbe­dingt selbst prüfen, ob ihr Programm die Bedingungen für ein ordnungs­gemäßes Fahrten­buch erfüllt.

Zu den Mindest­angaben gehören der Ausgangs- und Endpunkt der Fahrt sowie die aufgesuchten Geschäfts­partner (BFH, Az. VI R 3/12). Darüber hinaus sind direkt nach jeder Fahrt Datum und Kilo­meter­stand zu notieren. Die Aufzeichnungen dürfen nach­träglich nicht manipulier­bar sein. Ein Fahrten­buch im Programm Excel ist deshalb nicht akzeptabel (BFH, Az. VI R 64/04).Eine Besonderheit lässt die Finanz­verwaltung bei einem elektronischen Fahrten­buch aber zu: Werden Datum, Kilo­meter­stand und Fahrt­ziel auto­matisch erfasst, kann der Fahr­anlass noch inner­halb von sieben Tagen nachgetragen werden. Bei einem manuell geführten Fahrten­buch muss der Anlass dagegen direkt nach der Fahrt vermerkt werden, sonst gilt die Fahrt als privat (BMF-Schreiben, IV C 5–S 2334/10/10006).

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