Elektronische Zeckenzange Teures Mordwerkzeug

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Zecken am Hund sollten Sie möglichst schnell entfernen. Doch die neue elektronische Zeckenzange ist unhandlich und kostet zu viel.

Inhalt
  1. Überblick
  2. test Kommentar

Die an unserem Test von Zeckenmitteln beteiligten Hundebesitzer haben ausprobiert, was besser funktioniert: eine normale Zeckenzange, für ein paar Euro in Apotheken erhältlich, oder die mit 18 Euro inklusive Batterie deutlich teurere elektronische Zeckenzange. Die soll die Zecken „leicht und sicher“ entfernen und ihnen danach per Knopfdruck einen elektrischen Todesstoß verpassen.

Die Tester kamen mit der einfachen Zange deutlich besser klar als mit diesem Mordwerkzeug. Es war ihnen zu klobig, sie wussten oft nicht, ob der Knopf schon gedrückt ist. Außerdem ist die Aussparung für die Zecke klein. Sehr große, fast voll gesogene Zecken können damit zerquetscht werden. Schwierig ist es, die Batterien einzulegen. In zwei von fünf Fällen verbog sich die Elektrode beim Gebrauch.

Und „sicher“ ist die Zange auch nicht: Manchmal blieben die Mundwerkzeuge der Zecke in der Hundehaut. Das passiert aber auch mit normalen Zangen. Die Borrelioseerreger sitzen jedoch in der Regel im Leib. Die Wunde kann sich entzünden. Hundebesitzer sollten sie desinfizieren und notfalls zum Tierarzt gehen.

Dass sie die Zecke mit der Zange gleich töten können, empfanden die Hundebesitzer nicht als Vorteil. Da hatte jeder sowieso schon seine eigene Methode entwickelt. Das Mittel der Wahl: Zecken mit Alkohol abtöten, dann entsorgen.

Elektronische Zeckenzange
Anbieter
: Isotronic
Industriestraße 72
72160 Horb / Neckar
Preis: etwa 17 Euro, plus 9-Volt-Batterie rund 1 Euro.

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Profilbild Stiftung_Warentest am 31.07.2019 um 11:53 Uhr
Themaanregung Zeckenzangen

@7000Niko: Vielen Dank für die Testanregung, die wir gerne an das zuständige Untersuchungsteam und unser Planungsgremium weiterleiten.
Bitte beachten Sie, dass wir zum Thema ein aktuelles Spezial anbieten unter https://www.test.de/Zecken-Wie-man-sich-schuetzt-und-fuer-wen-die-FSME-Impfung-infrage-kommt-5007280-0/ (spl)

7000Niko am 31.07.2019 um 10:25 Uhr
Etwas dünn für eine echte Hilfe

wir nutzen ebenfalls die "automatische Plastikzange" und bekommen damit auch zu 60 % die Zecken heraus.
Wenn die Zecke aber schon tot in der Haut steckt, klein ist oder verletzt wurde, wirkt diese Version meist nicht mehr.
Da hilft vemutlich nur eine Zeckenzange(Pinzette) aus Stahl mit eher kleiner Greiffläche. Hier existieren zig Versionen, mehr oder weniger sinnvolle.
Auch gibt es extra für die Mini-Zecken (Nymphen) eine Drahtversion eines ähnlich klingenden Namens.
Auch Haken und Karten befinden sich im Handel.
Da wäre etwas mehr Information hilfreich, zumal eine zerquetschte Zecke in der Haut gesudheitlich nicht so gut ankommt.
Klar, kann man das ganze Sortiment ausprobieren, aber vielleicht kann will die Stiftung WT uns einen größeren Überblick dazu verschaffen, zusammen mit Experten?
Zumal jeder Hersteller natürlich seine Produkte als am besten ansieht.