Elektronische Störungen Meldung

Ursache für 1 600 Euro Schaden: Das Schnurlos­telefon von Sabine Martin und Ralf Labinsky.

Besitzer eines Schnurlostelefons sollten sich ihr Gerät genau ansehen. Denn ab 2009 erlischt die Betriebserlaubnis für Telefone der Baureihen „CT 1+“ und „CT 2“. Werden die Telefone weiter benutzt, kann es zu Störungen zum Beispiel in Funknetzen kommen. Die Eigentümer haften für den Schaden.

Was das bedeutet, musste schon jetzt Sabine Martin aus Kiel erfahren: Im Oktober 2007 klingelten bei ihr Mitarbeiter der Bundesnetzagentur und erklärten, dass eines ihrer Gerät elektronische Störungen verursacht. Das Problem war schnell gefunden: Sabine Martins Schnurlostelefon der Marke Philips funkte auf der falschen Frequenz.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt – doch für Sabine Martin wird es teuer. Für den Einsatz der Funkfahnder berechnet die Netzbehörde 1 600 Euro. Zwar hat Hersteller Philips Finanztest gegenüber erklärt, dass das Gerät fehlerhaft war. Doch zahlen muss Sabine Martin. Sie ist verantwortlich für Störungen durch ihre Geräte. Ob Philips die Kosten übernimmt, ist offen. Bislang will die Firma nur das defekte Gerät ersetzen.

Ab 2009 werden auch intakte Telefone andere Geräte stören, weil die Frequenz, auf der sie bisher funken, für andere Zwecke vergeben wird.

Von den Geräten der bald ausrangierten Baureihen sind noch viele im Einsatz. Bis Ende der neunziger Jahre waren sie Massenware und noch immer verkaufen Händler die Telefone vorwiegend an Menschen, die sich vor der Strahlung neuer Gerätetypen fürchten.

Tipp: Nur wenn Ihr Schnurlostelefon ein DECT-Gerät ist, dürfen Sie es ab 2009 betreiben. Fragen Sie im Zweifel beim Hersteller nach.

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