Bloße Über­tragungs- oder Eingabefehler in der elektronischen Steuererklärung muss das Finanz­amt noch korrigieren, selbst wenn die einmonatige Einspruchs­frist vorbei ist. Steuerzahler nehmen den Finanz­ämtern die mecha­nische Erfassungs­arbeit von Daten ab, begründet der Bundes­finanzhof (BFH) seine aktuelle Entscheidung (Az. IX R 18/14).

In dem Fall hatte ein Steuerberater vergessen, einen Verlust in das entsprechende Feld des EDV-Programms zu über­tragen. Sein Mandant bemerkte das erst vier Jahre später. Das Finanzge­richt muss nun prüfen, ob es ein Eingabe- oder Über­tragungs­fehler war.

Fehler, die selbst bei sorgfältiger Arbeit passieren können und nicht grob fahr­lässig sind, muss dass Finanz­amt mindestens noch vier Jahre nach Erhalt des Steuer­bescheids ändern. Anders als bei einer Erklärung auf Papier sei es mitunter schwierig, auf dem PC-Bild­schirm den Über­blick über die auszufüllenden Felder zu behalten, so die BFH-Richter.

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