Steuerfahnder sind Opfer ihrer verstaubten Vorschriften: E-Mails dürfen sie bei einer steuerstrafrechtlichen Untersuchung nicht erfassen. Denn in den für eine Beschlagnahmung relevanten Paragraphen der Strafprozessordnung (Paragraphen 94 ff) findet sich das Wörtchen E-Mail oder eine sinngemäße Umschreibung überhaupt nicht. Zudem fällt laut Fernmeldegesetz elektronische Post unters Fernmeldegeheimniss. Auch Paragraph 100a der Strafprozessordnung greift Steuerfahndern nicht unter die Arme. Steuerstraftaten sind dort nicht aufgeführt, folglich dürfen Fahnder die Mailbox nicht mal überwachen. Allein ausgedruckte Mails dürfen Steuerfahnder beschlagnahmen. Sie gelten als Gegenstand, Daten hingegen nicht.

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