Elektronische Lohnsteuerkarte Meldung

Einen neuen Termin für die Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte gibt es noch nicht. Das Bundesfinanzministerium hat – entgegen erster Ankündigungen – immer noch keine konkreten Informationen wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer 2012 verfahren sollen. test.de informiert.

Informationsschreiben

„Die Verzögerung bei der Einführung der elektronischen Lohnsteuerkarte wird keine Nachteile für die Bürgerinnen und Bürger haben“, so das Ministerium. Es teilte weiter mit, dass der Versand der Informationsschreiben über die elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) an die Steuerzahler weiter laufe wie geplant.

Falsche Daten

Zur Ermittlung der Lohnsteuer sollen die Kenndaten Steuerklasse, Religion, Kinderzahl und Freibetrag von den Meldestellen auf einen zentralen Datenspeicher überspielt werden. Viele Steuerzahler erhalten deshalb in diesen Wochen einen Brief vom Finanzamt, in dem ihnen mitgeteilt wird, welche ihrer persönlichen Lohnsteuer-Daten zur Übermittlung gespeichert werden. Wie sich in den vergangenen Wochen rausstellte, sind viele dieser Informationen nicht korrekt, weil sie bereits veraltet sind. Steuerzahler, die in dem Schreiben vom Finanzamt Fehler entdecken, sollten sich deshalb bei den zuständigen Finanzämtern melden und ihre Daten berichtigen lassen.

Freibeträge

Steuerzahler, die Freibeträge für das kommende Jahr eintragen wollen, müssen einen schriftlichen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt stellen. Auch eine Änderung der Steuerklasse muss dort beantragt werden. Das Finanzamt trägt die neuen Daten dann in die Datenbank ein. Es ist empfehlenswert sämtliche Änderungen auch dem Arbeitgeber direkt mitzuteilen.

Papierlohnsteuerkarte 2010

Ob die Papierlohnsteuerkarte von 2010 noch ein weiteres Jahr seine Gültigkeit behalte, wollte das Ministerium nicht bestätigen. Ursprünglich sollte die elektronische Lohnsteuerkarte bereits zum 1. Januar 2011 eingeführt werden. Aufgrund technischer Verzögerungen wurde dieser Termin ein Jahr nach hinten verschoben. Vor gut zwei Wochen teilte das Ministerium dann mit, dass der Datentransfer von den Meldestellen an den zentralen Datenspeicher nicht reibungslos funktioniere, weil die Software nicht aufeinander abgestimmt sei und es zudem Probleme beim Abrufen der Daten durch die Arbeitnehmer gebe. So wurde der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte zum 1. Januar 2012 erneut abgesagt.
Hinweis: Sobald es neue Informationen vom Bundesfinanzministerium zum Start der elektronischen Lohnsteuerkarte gibt, informiert test.de an dieser Stelle.

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