Elektronische Bücher Meldung

Während sich in Amerika das elektronische Buch immer weiter durchsetzt, ist das Interesse der deutschen Leser noch gering. So gaben bei einer Umfrage des Börsenvereins des deutschen Buchhandels nur 9 Prozent der befragten Verbraucher an, dass sie E-Books kaufen – so wenige wie im Vorjahr. Dementsprechend sehen auch die befragten Buchhändler die zu geringe Nachfrage als Haupthindernis für den Verkauf von E-Books. Als zweitwichtigsten Grund nannten die Händler „zu kompliziertes Handling“ durch Kopierschutz und unterschiedliche Formate. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung der Leser mag das noch recht überschaubare Angebot sein. So bieten der Umfrage zufolge nur 35 Prozent der deutschen Verlage elektronische Bücher an. Und einen Großteil der elektronisch angebotenen Titel machen offenbar wissenschaftliche Bücher, Fach- und Sachliteratur aus. Die Verlage jedenfalls scheinen zu erwarten, dass sich die Akzeptanz von E-Books mit einem verbesserten Angebot steigern lässt: Ein Großteil derer, die keine E-Books anbieten, wollen dies in den kommenden Jahren ändern. Besondere Hoffnung setzen sie auf neue Tablet-Rechner wie das iPad. Über 80 Prozent der befragten E-Book-Verlage nehmen an, dass sich solche Tablets als Lesegeräte durchsetzen. Reinen E-Book-Readern trauen das nur 54 Prozent zu.

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