Elektronik­schrott Handys, Akkus und Lampen umwelt­gerecht entsorgen

Elektronik­schrott - Handys, Akkus und Lampen umwelt­gerecht entsorgen
Mit ausrangierten Handys können Verbraucher Umwelt­projekte unterstützen. © Thinkstock

In deutschen Haushalten lagern rund 100 Millionen ausrangierte Mobiltelefone, schätzt der Digital­verband Bitkom. In den Handys stecken Schad­stoffe, ihre Leiterplatten enthalten aber auch wert­volle Metalle wie Gold, Silber und das seltene Palladium. Deshalb haben die Geräte nichts im Hausmüll verloren. Auch Akkus und Energiespar­lampen dürfen nicht über die graue Müll­tonne entsorgt werden. test.de sagt, wie und wo Sie Elektroschrott loswerden können.

Handys

Es gibt mehrere Möglich­keiten, alte Mobil­funk­telefone loszuwerden. Manchmal lohnt es, die Altgeräte über das Internet zu verkaufen. Recycling­höfe der regionalen Entsorger nehmen sie entgegen, ebenso Mobil­funkanbieter. Frei­umschläge zum Einsenden gibt es in Handy-Shops. Organisationen wie der Naturschutzbund (Nabu) oder die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sammeln Handys und geben sie an Recycling­unternehmen weiter. Dafür erhalten die Verbände etwa zwei Euro pro gespendetem Gerät, das Geld kommt Umwelt­schutz­projekten zugute.

Tipp: Handy kaputt? Unser aktueller Test verrät, was Reparaturservices für Smartphones taugen. Muss doch ein neues Gerät her? Test­ergeb­nisse zu insgesamt 356 Mobil­funk­telefonen liefert der Produktfinder Handy und Smartphone.

Akkus

Akkus sind wieder­aufladbare Batterien und werden in speziellen gelben Behältern gesammelt. Sie stehen im Computer­handel und in Baumärkten. Bei Geräten wie elektrischen Zahnbürsten kann man den Akku nicht selbst entfernen. Man kann sie beim Recycling­hof abgeben oder in der Regel zum Händler zurück­bringen.*

Tipp: Wie Sie mit Top-Akkus mehr als 150 Batterien ersetzen, verrät der Test Akkus und Ladegeräte (test 7/2014).

Energiespar­lampen

Im Handel gibt es bislang kaum Sammelstellen für LED- und Energiespar­lampen. Wo man diese Leucht­mittel abgeben kann, steht auf der Internetseite Lightcycle.de. Geht eine Energiespar­lampe kaputt, bricht meist nur die äußere Hülle und Queck­silber kann nicht in die Raum­luft gelangen. Im Übrigen ist der Queck­silber­gehalt in den Energiespar­lampen sehr gering. Es handelt sich meist um ein bis zwei Tausendstel Gramm. Einen guten Schutz bieten Lampen, in denen das Queck­silber in Form von festem Amalgam einge­setzt ist. Im Falle eines Bruchs verdunstet es aus dem Amalgam fast gar nicht und kann bedenkenlos mit dem Staubsauger aufgesaugt werden. Danach am besten den Staubsaugerbeutel außer­halb der Wohnung entsorgen. Zerbrechen jedoch ältere Energiespar­lampen mit flüssigem Queck­silber, sollten Sie die Fenster öffnen und den Raum eine Viertel­stunde verlassen. Entsorgen Sie nach dem Saugen die Bruch­stücke und den Staubsaugerbeutel außer­halb der Wohnung.*

Tipp: Viele Tests und Infos zum Thema LED- und Energiespar­lampen finden Sie im Themenpaket Lampen.

* Passage korrigiert am 8. Mai 2015.

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