Elektromobilität Weg von Benzin und Diesel

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Fahren mit Strom war auf der IAA ein großes Thema. Verschiedene Systeme buhlen um die Gunst der Kunden.

Hybridautos

Sie haben wie der Pionier Toyota Prius (ab 25 750 Euro)neben dem Benzin- noch einen Elektromotor an Bord. Der reicht zum Ein- und Ausparken und beim Stop und Go. Das verringert den Kraftstoffverbrauch und vermeidet Abgase, was vor allem in der Stadt wünschenswert ist. Beim Beschleunigen und für die schnelle Fahrt schaltet sich jedoch der Verbrennungsmotor ein. Der lädt gleichzeitig die Batterie wieder auf. Außerdem wird im Fahrbetrieb auch Bremsenergie zum Laden der Batterie genutzt. Diese sogenannte Rekuperation bieten auch die Elektroautos.

Elektroautos

Reine E-Mobile wie der Mitsubishi i-MIEV oder der Citroen C-Zero (ab rund 35 000 Euro) eignen sich für den Kurzstreckenbetrieb. Laut Hersteller sind die Batterien nach etwa 150 Kilometern leer, und das Auto muss für einige Stunden an eine Ladestation angeschlossen werden. Erst dann kann die Fahrt fortgesetzt werden. In der kalten Jahreszeit ist damit zu rechnen, dass die Reichweite erheblich geringer ausfällt.

Mit Reichweitenverlängerer

Gerade hat Opel mit seiner Mittelklasse­limousine Ampera (ab 42 900 Euro) ein Elektroauto eingeführt, das mit dem 111 Kilowatt starken Elektromotor auch bei höherem Tempo 40 bis 80 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann. Das reicht in vielen Fällen für die tägliche Fahrstrecke. Tauglich für Langstrecken wird das Auto durch den zusätzlichen Benzinmotor, der einen Generator antreibt. Der liefert Fahrstrom an den Elektromotor, wenn die Batterie leer ist. Geladen wird die Batterie jedoch erst wieder am Ziel oder zuhause per Ladekabel an einer üblichen Steckdose.

Tipp: Zum Aufladen des Ampera ist ein Parkplatz oder eine Garage mit Stromanschluss erforderlich. Ökologisch sinnvoll ist die Koppelung Ladestation mit einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Elektroautos ohne Reichweitenverlängerer eignen sich hauptsächlich für den Stadtverkehr. Hybrid- und Elektroautos sind durch die Batterien deutlich schwerer als vergleichbar große Benzinautos.

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solardriver am 27.10.2011 um 07:45 Uhr
Ampera ist kein Elektroauto sondern ein Hybrid

Jetzt will uns auch die Stiftung Warentest den Ampera als Elektroauto verkaufen, als ein Auto das rein elektrisch angetrieben wird und mit einem Range Extender als Reichweitenverlängerer ausgestattet ist, der nur Strom als Generator erzeugt. Dies stimmt aber so nicht, denn der Ampera und sein technisch baugleicher GM Volt sind nur Hybridfahrzeuge! Mit der Kombination aus einem benzinbetriebenen Verbrennungsmotor und einem Elektromotor zählt der Opel zu den Hybriden mit zwei Antrieben wird hier eine starke E-Maschine mit großem Akku nur bei Bedarf, von einem Benziner-Verbrennungsmotor unterstützt. Denn der 81 PS starke Range Extender erzeugt nicht nur Strom sondern auch direkte Antriebsenergie auf die Achse! Wer ehrlich kritische Informationen zur Elektromobilität sucht findet Sie auf www.solar-driver-online.de

solardriver am 27.10.2011 um 07:41 Uhr
Elektroautos nicht grundsätzlich schwerer

Auch die Aussage das Elektroautos grundsätzlich schwerer sind als Verbrennungsmotorfahrzeuge entsprich so auch nicht den Tatsachen, denn bei den von Stiftung Warentest vorgestellten eCars handelt es sich um Elektroautos der 1. Generation, umgerüstete Verbrennungsmotor-Fahrzeuge, die durch die Bedürfnisse an den Verbrennungsmotor sehr schwer sind. Elektrofahrzeuge der 2. Generation wie der Mia, die im Leichtbau um die Batterie herum gebaut wurden sind wesendlich leichter und nicht schwerer als vergleichbare Verbrennungsmotorfahrzeuge, trotz Batterie! Zudem sind diese Fahrzeuge wesendlich kostengünstiger als die Umrüst-eCars, den Mia erhält man Brutto schon für rund 19.000 Euro. Wer ehrlich kritische Informationen zur Elektromobilität sucht findet Sie auf www.solar-driver-online.de