Elektrogrills Test

Der Test Elektrogrills brachte Über­raschungen: Bers­tende Glasscheiben im Prüf­labor. Heiße Glas­splitter fliegen durch den Raum. Für zwei der 16 getesteten Elektrogrills lautet das Qualitäts­urteil darum mangelhaft. Positive Nach­richt: Immerhin acht Elektrogrills sind gut. Die Kontakt­grills schneiden insgesamt besser ab als die Flächengrills. Für den Testsieger müssen Grill­freunde etwas tiefer in die Tasche greifen. Einen guten Grill gibt es jedoch auch schon für deutlich unter 100 Euro.

Elektrogrillgeräte 06/2015 - Kon­takt­grills

  • Beem Pro Multi Grill Hauptbild Beem Pro Multi Grill
  • Clatronic KG 3571 Hauptbild Clatronic KG 3571
  • De´Longhi CGH 902 C Hauptbild De´Longhi CGH 902 C
  • Gourmet Maxx Turbo Grill Hauptbild Gourmet Maxx Turbo Grill
  • Philips HD4467 Hauptbild Philips HD4467
  • Russell Hobbs 20840-56 Hauptbild Russell Hobbs 20840-56
  • Severin KG 2392 Hauptbild Severin KG 2392
  • Tefal Optigrill GC702D Hauptbild Tefal Optigrill GC702D
  • Tristar GR-2849 Hauptbild Tristar GR-2849

Elektrogrillgeräte 06/2015 - Flächen­grills

  • Cloer 6720 Hauptbild Cloer 6720
  • Philips HD6360 Hauptbild Philips HD6360
  • Rommelsbacher BBQ 2002 Hauptbild Rommelsbacher BBQ 2002
  • Severin PG 8527 Hauptbild Severin PG 8527
  • Steba VG 200 Hauptbild Steba VG 200
  • Tefal TG8000 Hauptbild Tefal TG8000
  • Weber Q1400 Hauptbild Weber Q1400
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TestElektrogrillstest 06/2015
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Fliegende Glas­splitter statt leckerem Steak

Für die Sicher­heits­prüfung heizten die Grills so lange mit voller Leistung und kurz­geschlossenem Thermostat, bis die zusätzliche einge­baute Temperatursicherung ansprang. Die meisten Geräte über­standen das schadlos. Doch bei den Flächengrills von Philips und Severin zersprangen die Glas­deckel bereits nach sechs bis sieben Minuten (siehe Video). Heiße Glas­splitter flogen durch den Raum und auf die Grill­platte. Rauch stieg auf, stechender Geruch verbreitete sich. Die einge­baute Temperatursicherung reagierte zu spät: bei Philips nach zehn Minuten, bei Severin sogar erst nach 25 Minuten.

In 15 Minuten zum perfekten Steak

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Der Audio-Podcast zum Thema Elektrogrills.

Für viele gehört es zur Grill-Folklore, dass es raucht und stinkt und ewig dauert, bis das erste Steak auf dem Grill liegt. Das ist die Holz­kohle-Fraktion. Wer es etwas pragmatischer sieht, ist mit einem Elektrogrill besser bedient. Denn elektrische Grills heizen schnell auf und verbreiten weder Rauch noch Gestank. Während der Holz­kohle-Grill­meister noch vorglüht, serviert sein Elektro-Kollege schon 7–15 Minuten nach dem Einschalten perfekt gebräunte Steaks.

Turbo Grill: Innen durch, außen blass

Die meisten Elektrogrills kommen schnell auf Touren. Lämp­chen signalisieren, wann sie einsatz­bereit sind. Der Gourmet Maxx Turbo Grill von maxxworld meldet schon nach gut einer Minute Betriebs­bereitschaft. Zu diesem Zeit­punkt herr­schen auf den Grill­platten laue 70 Grad Celsius. Tatsäch­lich braucht der Gourmet Maxx länger, um seine maximale Temperatur von gerade 135 Grad zu erreichen – zum scharfen Angrillen zu wenig. Fleisch und Würste garen zwar durch, bleiben außen aber blass.

Webers Flächengrill heizt am längsten

Ganz anders der Flächengrill Q1400 von Weber: Er heizt fast 29 Minuten auf – ähnlich lange wie viele Holz­kohlegrills. Nach dieser Zeit herr­schen beacht­liche 330 Grad Celsius auf dem Rost. Steaks bekommen ein gleich­mäßiges Grill­muster, Würste bräunen kräftig von allen Seiten.

Auf Wunsch blutig oder medium

Eine neue Grill­technik nutzt der Optigrill von Tefal. Er bietet sechs Auto­matik­programme von Fisch über Sand­wiches, Geflügel bis Steaks. Er misst die Dicke des Fleisches und passt die Grill­dauer und -temperatur jeweils an. Sein LED-Licht signalisiert den Garzustand von blutig über medium bis durch­gegart. So bekommt jeder sein Wunsch­steak.

Strom­kosten von 4 bis 52 Cent pro Ladung

Fast immer garen Elektrogrills preis­werter als ihre Gas- und Holz­kohle-Brüder. Für eine Ladung Fleisch ziehen sie Strom für 4 bis 16 Cent. Nur der Weber-Flächengrill mit seiner langen Aufheiz­zeit verbraucht 1,8 Kilowatt­stunden. Das entspricht 52 Cent Strom­kosten – güns­tige Holz­kohle kostet ähnlich viel.

Holz­chips rauchen und stinken

Dem Flächengrill von Philips liegt ein Tütchen Holz­chips bei. Der Anbieter wirbt: „Für den Genuss des rauchigen Grill­geschmacks zuhause.“ Im Labor haben die Tester die Holz­chips in das dafür vorgesehene Schälchen auf der Grill­fläche gefüllt. Ergebnis: Die Chips verräucherten trotz des geschlossenen Glas­deckels den ganzen Raum. Kleidung und Haare stanken. Auf dem Fleisch aber stellten die Tester kein zusätzliches Raucharoma fest.

Grill-Bücher der Stiftung Warentest

Um sehr gut zu grillen, braucht man mehr als Glut, Fleisch und Bier. Neue, über­raschende, aber leicht erlern­bare Grill­techniken machen den Unterschied. Das Buch Sehr gut grillen. Die besten Rezepte der Grillweltmeister enthält mehr als 100 inno­vative Rezepte. Sie erfahren alles über Beer-Can-Chicken, Pulled Pork und selbst­gemachte Bratwürste. Wer es lieber fleisch­los mag, findet in dem Buch Sehr gut vegetarisch grillen 120 Rezept­ideen für abwechs­lungs­reiche Gemüsege­richte vom Grill, die richtig satt machen: Von Avocado und Apfel über Halloumi und Tofu bis Zucchini und Zwiebeln. Außerdem verraten wir, wie Sie veganen Grill­käse selber herstellen können.

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