Elektrofahrräder Meldung

Der eingebaute Rückenwind beflügelt die Nachfrage nach Fahrrädern mit Elektromotor in Deutschland gewaltig.

Noch sieht man Elektrofahrräder recht selten, aber die Verkaufszahlen steigen gewaltig. 2008 wurden bereits rund 100 000 verkauft. Ein zeitgemäßes, sportliches Design und leistungsstärkere Akkus machen sie interessant. Wer in bergigem Gelände mit der Steigung oder auf dem Deich mit dem Gegenwind kämpft, weiß den Anschub zu schätzen, erst recht Personen mit Leistungseinschränkungen.

Wie funktioniert es? Nur wenn der Radler in die Pedale tritt, gibt der Motor des Pedelec einen zusätzlichen Schub. Das „Gasgeben“ am Griff ist bei ihnen nicht möglich.

Wie schnell fährt es? Beim Pedelec endet die Motorunterstützung bei 25 km/h. Weiter geht es nur mit Muskelkraft. Schnelle E-Bikes mit unbegrenzter Tretunterstützung erreichen auch Geschwindigkeiten von 45 km/h.

Braucht man einen Führerschein? Anders als die schnellen E-Bikes erfordern Pedelecs bis 25 km/h weder Betriebs- noch Fahrerlaubnis und auch kein Versicherungskennzeichen.

Braucht man einen Helm? Selbst für schnelle E-Bikes besteht keine Helmpflicht. Wir empfehlen zur Sicherheit, trotzdem einen Fahrradhelm zu tragen.

Wie lange halten die Akkus? Der Stromverbrauch steigt bei steilerem Streckenprofil und wenn ein höherer Unterstützungsmodus vorgewählt wird. Dazu kommt die unterschiedliche Kapazität der Akkus. Die Anbieter versprechen rund 40 Kilometer Reichweite. Die teuren NiMH- oder Li-Ion-Akkus lassen sich je nach Anbieter 500 bis 1 000 Mal aufladen. Anders als bei NiCd-Akkus tritt beim Nachladen kein „Memoryeffekt“ ein, der die Leistung der Akkus im Laufe der Lebensdauer immer mehr schwächt.

Was kostet es? Marken-Pedelecs kosten ab rund 1800 Euro oder auch doppelt so viel, dazu alle zwei bis vier Jahre ein neuer Akku für 250 Euro oder auch ein Mehrfaches davon.

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