Ein Renault Zoe zieht Strom an einer Ladesäule vor der Stiftung Warentest in Berlin. Die Details zu dieser Säule – und zum betankten Auto – lesen Sie weiter unten.

Soll ich mir ein Elektro­auto anschaffen? Das fragen sich immer mehr Auto­fahrer. Jeder vierte Haushalt in Deutsch­land plant in den nächsten zehn Jahren, ein E-Auto zu fahren. Die Stiftung Warentest gibt einen Über­blick über Zuschüsse und Steuer­vorteile und zeigt, ob sich spezielle Strom­tarife fürs Laden lohnen.

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TestElektro­auto09.12.2019
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E-Autos: Staatliche Zuschüsse verlängert bis 2025

Noch ist das E-Auto in Deutsch­land ein Nischen­produkt. Doch das soll sich ändern. Der Staat hilft kräftig mit. Derzeit erhalten Käufer einen Zuschuss von insgesamt 4 000 Euro. 2 000 Euro davon bezahlt der Staat und die andere Hälfte der Hersteller. Dies gilt bislang für E-Autos, die bis Ende 2020 gekauft werden und deren Listen­preis nied­riger als 60 000 Euro ist. Künftig sollen die Zuschüsse noch steigen.

Das bietet der Auto­strom-Über­blick der Stiftung Warentest

Auto­strom­tarife. Die Tabelle zeigt 28 spezielle Auto­strom­tarife für das Laden eines E-Autos zu Hause. Acht sind bundes­weit erhältlich, die anderen nur regional. Tatsäch­lich sind viele Auto­strom­tarife deutlich güns­tiger als Haus­halts­strom­tarife. Wer sie nutzen möchte, benötigt einen zweiten Stromzähler.

Rechner. Nach dem Frei­schalten hilft Ihnen ein Rechner zu ergründen, ob Sie zu Hause güns­tiger mit klassischem Strom laden oder mit einem besonderen Auto­strom­tarif. Sie finden den Rechner im Text „E-Auto zu Hause laden“.

Staatliche Förderung. Wir erklären, von welchen Fördermaß­nahmen aus Kauf­prämie und Steuer­vorteilen E-Auto­besitzer profitieren können.

Wall­box. Mit der Auto­strom­steck­dose Wall­box lassen sich E-Autos schnell und sicher zu Hause laden. Wir sagen, wer die Installation und den Kauf der Box bezu­schusst.

Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus Finanztest 1/2020.

Zusätzliche Hilfen von Energieanbietern und Bundes­ländern

Auch Energieanbieter wollen die Elektromobilität ankurbeln. Einige Stadt­werke über­weisen ihren Kunden mindestens 500 Euro, wenn sie sich ein E-Auto kaufen. Voraus­setzung ist, dass Kunden eine Kopie ihrer Zulassung an das Stadt­werk schi­cken. Solche Zuschüsse können Interes­senten, wie alle anderen Förderungen auch, mit der staatlichen Kauf­prämie kombinieren. Außerdem gibt es Bundes­länder und Städte, die Kauf oder Installation einer privaten Lade­station fördern.

E-Mobilität – Ökostrom ist ein Muss

Elektromobilität soll den Klima­schutz verbessern. Deshalb versteht es sich von selbst, dass es sinn­voll ist, E-Autos mit Ökostrom zu laden. Der Abschluss führt zwar nicht auto­matisch zu mehr Wind­rädern und Solar­anlagen. Doch viele Ökostromanbieter setzen mit dem Geld ihrer Kunden wichtige Projekte um, die die Energiewende beschleunigen.

Eine Ladesäule in Berlin

Im Bild oben sehen Sie eine Ladesäule. Sie steht vor dem Gebäude der Stiftung Warentest in Berlin – und ein Renault Zoe zieht dort Strom. Der Wagen war im Jahr 2018 das am häufigsten in Deutsch­land verkaufte E-Auto. Mit einer vollen Batterie kann das Auto – laut ADAC – bis zu 300 Kilo­meter weit fahren. Die Ladesäule im Bild ist eine von 20 650 Strom­tank­stellen in Deutsch­land. Diese Säule in Berlin wird von Innogy betrieben. Kunden von mindestens vier verschiedenen Mobilitäts­anbietern können sie nutzen. Dazu brauchen sie eine Ladekarte oder eine App. Die Kilowatt­stunde kostet abhängig vom Anbieter 29, 39 oder 43 Cent.

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