Eismaschinen Special

An heißen Sommer­tagen erfrischt nichts so gut wie ein leckeres Eis. Fast acht Liter davon nascht jeder Deutsche jähr­lich. Mit einer Eismaschine gelingt der Eisgenuss auch zuhause: Eisfans können ihre Lieblings­zutaten mixen und Zusatz­stoffe sowie künst­liche Aromen meiden. Eis­ma­schinen kühlen und rühren die Zutaten, bis sich eine Eismasse bildet. test.de sagt, welche Typen es gibt, worauf Eislieb­haber achten sollten und nennt leckere Rezepte.

Eiszeit in der Redak­tions­küche

Die rosarote Mixtur aus pürierten Beeren und Jogurt dreht sich lang­sam in der Rühr­schüssel der Eismaschine. Erste Eiskristalle bilden sich am kalten Schüsselrand. Der Rührarm verteilt sie gleich­mäßig. Allmählich gefriert der Mix und dehnt sich aus. Nach einer halben Stunde quillt eine pink­farbene Masse fast über den Deckelrand. Unser erstes selbst­gemachtes Eis ist fertig. Es schmeckt fruchtig frisch. In unserer Redak­tions­küche herrscht einen Tag lang Eiszeit: Wir probieren sechs exemplarisch gewählte Eismaschinen aus. Fast acht Liter Eis vernascht jeder Deutsche jähr­lich. Am liebsten Vanille und Schokolade. Mit einer Eismaschine gelingt die gefrorene Süßig­keit auch zuhause. Und das Beste: Eisfans können ihre Lieblings­zutaten mixen und Zusatz­stoffe sowie künst­liche Aromen meiden. Die Geräte können zweierlei: Sie kühlen und rühren die Zutaten, bis sich daraus eine Eismasse bildet. Es gibt zwei Typen, teure mit Kühl­kompressor und güns­tige mit Gefrierbehälter.

Güns­tige mit Gefrierbehälter

Bei den güns­tigen Geräten ist die Schüssel, in der das Eis gerührt wird, doppelwandig. Darin befindet sich eine Kühl­flüssig­keit. Die Schüssel muss über Nacht im Gefrier­schrank vorkühlen. Dann ist sie kalt genug, um Eis herzu­stellen. Modelle dieser Bauart gibt es schon ab 25 Euro.

Teure mit Kühl­kompressor

Der zweite Eismaschinen­typ besitzt einen Kompressor. Er kühlt elektrisch. Diese Geräte müssen nicht im Gefrier­schrank über­nachten, sondern sind sofort start­klar. Der Komfort hat allerdings seinen Preis. Die Modelle unserer Auswahl kosten zwischen 230 Euro und 264 Euro. Zudem sind die Geräte größer und schwerer als die Minis ohne Kompressor. Die 13-bis-14-Kilo-Riesen lassen sich nur mühsam verrücken. Gut aufgehoben sind sie zum Beispiel im Haus­wirt­schafts­raum. Der empfiehlt sich auch aus einem zweiten Grund: Einige Maschinen sind echte Krachmacher. Wir haben fast 70 Dezibel gemessen – das ist ähnlich laut wie ein Staubsauger.

Beim Kauf sollten Eisfans zudem darauf achten, dass sich die Rühr­schüssel aus der Maschine nehmen lässt. Bei unserer Probe konnten wir den fest einge­bauten Behälter von Gaggia Gelatiera nur mühsam reinigen. Das Problem hatten wir mit port­ablen Behältern nicht. Sie ließen sich leicht in der Küchenspüle abwaschen.

Den Eismaschinen sind leckere Rezepte beigelegt. Sie lassen sich nach Belieben variieren, etwa die Menge an Milch, Sahne oder Früchten. Wir haben uns für ein erfrischendes Jogurt-Beeren-Eis und den Klassiker Vanille­eis entschieden. Das Jogurt-Eis enthält keine Sahne und ist somit weniger fett als das Vanille­eis. Für Kalorien sorgt es trotzdem: Der gefrorene Jogurt enthält reichlich Zucker. Den braucht er. Kaltes schmeckt weniger süß als Warmes.

Die Zutaten sollten kühl sein

Unsere Hobby­köche vermischen alle Zutaten zu einer glatten Flüssig­keit, dann geht es ab in die Eismaschinen. Wichtig ist, dass sich der Zucker vorher ganz aufgelöst hat. In der kalten Maschine würde er das nicht mehr tun. Deshalb eignet sich Puder­zucker gut. Er löst sich besonders schnell auf. Eisfans können auch Sirup, Agavendick­saft und Honig zum Süßen nehmen.

Die Zutaten sollten kühl sein. Am besten lagern sie im Kühl­schrank. Dann wird die Mischung anschließend in der Eismaschine schneller fest. Das ist vor allem bei den Geräten ohne Kompressor wichtig. Ihre Kühl­leistung ist geringer als die der Großen. Sie kühlen nicht aktiv, sondern nur mit der gespeicherten Kälte.

In unserer Redak­tions­küche haben die Eismacher alle sechs Maschinen befüllt. Eine nach der anderen zaubert cremiges Vanille- oder fruchtiges Jogurt-Eis. Das Eisexperiment hat sich herum­gesprochen. Freiwil­lige Verkoster warten zahlreich vor der Küchentür. Das selbst­gemachte Eis kommt gut an. Es ist cremig, fluffig, lecker. Aber auch etwas weich. Die Konsistenz ähnelt Soft­eis. Und es zerfließt sehr schnell.

Tipp: Wenn das Eis aus der Maschine zu weich ist, stellen Sie es kurz ins Gefrierfach. Dort wird es nach etwa 20 Minuten fest. Aber nicht zu lange warten, sonst ist es steinhart und nicht mehr cremig.

Reste halten sich einige Tage im Gefrier­schrank. Ist das Eis geschmolzen, darf es nicht wieder einge­froren werden. Vor allem wenn es rohe Eier enthält. Es besteht Salmonellengefahr: Bakterien können im gefrorenen Eis schlummern. Taut es auf, vermehren sie sich schnell. Dieses Problem haben wir in der Redak­tion nicht. In kürzester Zeit ist alles Eis weggeschleckt.

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