Außer­halb geschlossener Ortschaften müssen Städte und Gemeinden bei Glatt­eis nur an besonders gefähr­lichen Stellen streuen, so das Ober­landes­gericht Hamm (Az. 11 U 121/15). Eine Auto­fahrerin, die auf einer Kreis­straße in einer Links­kurve von der Fahr­bahn abge­kommen war, bekommt deshalb keinen Schaden­ersatz. Trotz 3 Grad plus war die Unfall­stelle wegen über­frierender Nässe noch spiegelglatt. Auto­fahrer müssten damit rechnen, dass der Asphalt mancher­orts noch gefroren ist, während die Sonne anderswo das Eis tauen ließ.

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