Eis am Stiel Test

Drei Mal würden sie aneinander gelegt um die Erde reichen: die Stiele aller jährlich in Deutschland konsumierten Speiseeissorten. Doch so verlockend sie auch sind - leider ist nicht jedes Eis am Stiel gut. Unter 20 getesteten Eis am Stiel mit Vanillegeschmack und Schokoladenüberzug bzw. kakaohaltiger Fettglasur gibt es nur ein „sehr gutes“ und fünf „gute“ Eis am Stiel. test.de sagt, bei welchem Eis Sie genussvoll zubeißen können.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test: Vanilleeis

Traumnote für Macao

Testsieger ist Macao Vanilla von Nestlé Schöller. Die ausgewogene Kombination aus zartschmelzender Vanille-Eiscreme und knackiger Schokoladen-Umhüllung entspricht genau den Vorstellungen der Eisexperten: Traumnote 1,0 für den Geschmack. Mit einem Vergleichspreis von 6,25 Euro pro 500 Milliliter ist Macao aber auch eines der teuersten Eis am Stiel. Fast nur ein Viertel davon kostet Champion Mini von Cassie. In puncto Geschmack ist es nur wenig schlechter als der Testsieger: Note 1,3. Einziger Kritikpunkt ist der etwas zu süße Mandelüberzug. Unter den weiteren „guten“ Eis-Marken sind sowohl Magnum von Langnese als auch Eis Stern Mini Mix von Lidl (beide 2,0). Gutes Eis am Stiel muss also nicht teuer sein. Das Lidl-Eis und auch Pennys Rios Gigant Mini Quartett (2,1) kosten nur 1,60 Euro pro halbem Liter.

Holz- statt Vanillegeschmack

Die Mehrheit der getesteten Eis-Marken ist jedoch weniger geschmackvoll. Wässrige Eiscreme, Holzgeschmack, alte Mandeln und Fremdfett im Schokoladenüberzug. Das sind die Schattenseiten verschiedener Eis am Stiel. Jedes zweite Eis im Test schmeckt mehr oder weniger intensiv nach dem hölzernen Griff. Die Mandeln im Rios Gigant Mini Quartett von Penny und im Omega Cool Mix Mini schmecken leicht alt. Sämtliche negative Eigenschaften vereint das Bio-Eis plain minichoc von Loverendale: intensiver Holzgeschmack, wässriges Eis, zu viel kakaofremdes Fett im Überzug. Dazu trägt es auch noch eine falsche Kennzeichnung auf der Verpackung. Im Ergebnis kommt das mit 6,60 Euro pro halbem Liter teuerste Eis damit auf das schlechteste Urteil: ausreichend (4,3). Sein einziger Vorteil - es enthält keinerlei Farbstoffe oder Aromen - fällt da kaum noch ins Gewicht.

Hüftgold oder light

Eis besteht jeweils zu einem Viertel aus Zucker und aus Fett. Diese Zutaten machen es zu einer wahrhaftigen Kalorienbombe. Mit einem Magnum verschwinden 286 Kilokalorien im Mund. Das ist mehr als bei einer kleinen Portion Pommes. Die Mini-Eis am Stiel bringen rund 120 Kilokalorien pro Stück. Ihr Brennwert je 100 Gramm liegt jedoch in der Regel über den großen Eispackungen. Bei mehreren kleinen Eis am Stiel summieren sich die Kalorien also. Etwas weniger Fett haben Eis mit kakaohaltiger Fettglasur statt Schokoladenüberzug. Eismann Moppi hat nur 96 Kilokalorien pro Stück. Am kalorienärmsten ist Magnum light mit 176 Kilokalorien auf 110 Milliliter. Allerdings geht bei diesem Eis mit den Kalorien auch ein Großteil des Essvergnügens verloren. Statt sahniger Eiscreme enthält das Magnum light viel Wasser und schmilzt nicht so zart auf der Zunge.

Keine künstlichen Aromen

Doch Eis enthält nicht nur Zucker und Sahne. Für den Geschmack und das appetitliche Aussehen sind größtenteils Aromen und Farbstoffe verantwortlich. Positiv: In keinem Eis am Stiel wird künstliches Aroma verwendet. Trotzdem sind fast alle Eis am Stiel zusätzlich aromatisiert. Jeder zweite Eishersteller fügt natürliches Aroma hinzu, um den Vanille-Geschmack zu verstärken. Natürliches Aroma wird biotechnologisch unter anderem aus Zuckerrüben oder Sägespänen gewonnen. Findet sich der Hinweis „Aroma“ auf der Verpackung, ist in der Regel naturidentisches oder künstliches Vanillin zugesetzt worden. Lediglich Eismann Moppi und Loverendale plain minichoc verzichten gänzlich auf Aromen und Farbstoffe.

Komplett + Interaktiv: Test Eis am Stiel aus der Zeitschrift test

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