Einwegpfand Meldung

Jetzt wird es leichter, Einwegflaschen zurückzugeben. Umweltschonender bleibt Mehrweg.

Einfacher. Ab Mai müssen Aldi, Lidl und Co. auch leere Getränkeverpackungen abnehmen, die sie nicht verkauft haben. Bisher haben viele Discounter die Rücknahme auf eigene, speziell geformte Einwegflaschen beschränkt. Nun gilt für alle größeren Geschäfte ab 200 Quadratmeter Fläche: Wer Plastikflaschen und Dosen verkauft, muss Plastikflaschen und Dosen auch zurücknehmen. Gleichzeitig wird ein Pfand von 25 Cent auf Alcopops und Erfrischungsgetränke wie Eistee eingeführt. Hersteller und Händler vereinfachen die Rücknahme und stellen immer mehr Automaten auf. Kommt jetzt ein Einweg-Comeback?

Weniger Müll. Dr. Eckhard Willing vom Umweltbundesamt (UBA) sieht das Ziel der Verpackungsverordnung als erreicht an: „Weniger Verpackungen vermüllen die Landschaft oder landen im Restmüll. Stattdessen wird viel verwertet.“ Auch der Abwärtstrend bei den Mehrwegflaschen wurde gebremst. Dass Mehrweg umweltschonender ist als Einweg, zeigen die Ökobilanzen des UBA. Was sich durchsetzt, entscheidet der Käufer:

Mehr Mehrweg. Gekennzeichnete Mehrwegflaschen wählen – und weniger Pfandgeld zahlen.

Regional. Mehrwegflaschen schonen die Umwelt, wenn sie nicht weit transportiert werden.

Getränkekartons. In den Ökobilanzen sind auch Kartons recht umweltschonend – wenn sie recycelt werden.

Glas und Dosen. Einwegflaschen aus Glas und Dosen sind die Schlusslichter in der Ökobilanz. Deshalb lieber im Regal lassen.

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