Eintritts­karten Meldung

Abrechnung. Wer sein Konzert-Ticket selbst ausdruckt, muss keine Gebühr zahlen.

Eventim und andere Tickethändler berechnen Gebühren für die elektronische Über­mitt­lung von Eintritts­karten an Kunden. Für den Anbieter sei das jedoch mit keinerlei Kosten verbunden, die eine pauschale Service­gebühr recht­fertigen würden, argumentiert das Land­gericht Bremen in einem Muster­prozess.

Gebühr nur bei tatsäch­lichen Kosten

Das Gericht entschied: Wer im Internet Eintritts­karten für Veranstaltungen verkauft, darf keine pauschalen Gebühren für Tickets zum Selbst­ausdrucken erheben. Nur wenn der Versand zusätzliche Kosten verursacht, könnten sie dem Kunden berechnet werden (Az. 1 O 969/15).

Urteil noch nicht rechts­kräftig

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Nord­rhein-West­falen gegen Eventim. Das Urteil ist noch nicht rechts­kräftig. Eventim hat inzwischen Berufung einge­legt. Sollte der Tickethändler in der letzten Instanz verlieren, können Kunden die Erstattung dieser zu Unrecht erhobenen pauschalen Service­gebühren von ihm verlangen.

Diese Meldung erschien erst­mals am 28. September 2016 auf test.de. Sie wurde am 13. Oktober 2016 aktualisiert.

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