Der FC Barcelona feiert 2015 beim Champions-League-Finale in Berlin das 3 : 1 gegen Juventus Turin.

Wer Veranstaltungs­tickets privat weiterverkauft, kann hohe Gewinne erzielen. Ob diese zu versteuern sind, beschäftigt den Bundes­finanzhof. Ihm liegt der Fall eines Fußball­fans vor (Az. IX R 10/18).

Der Mann erwarb Tickets im Wert von 330 Euro für das Champions-League-Finale 2015 im Berliner Olympia­stadion für sich und seinen Sohn über die offizielle Ticket­vergabe der Uefa. Als fest­stand, dass das Finale ohne deutsche Beteiligung statt­finden würde, verkaufte er die Karten über eine Onlineplatt­form für 2 907 Euro. Er ging von einem steuerfreien Veräußerungs­geschäft aus und gab dies in seiner Steuererklärung an. Das Finanz­amt setzte aber Steuern auf Einnahmen aus einem privaten Veräußerungs­geschäft fest.

Das Finanzge­richt Baden-Württem­berg entschied zugunsten des Fußball­fans. Der Verkaufs­gewinn sei steuerfrei. Bei Veranstaltungs­tickets handele es sich um steuerfreie Wert­papiere, weil sie nur Zutritt zu einer Veranstaltung, aber keinen Anspruch auf Geld gewährten.

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