Die Bundesregierung kürzt erneut die Einspeisevergütung für Solarstrom. Hauseigentümer, die ihre Solaranlage nach dem 31. März 2012 in Betrieb nehmen, erhalten für jede Kilowattstunde (kWh) Solarstrom, die sie ins öffentliche Netz einspeisen, nur noch 19,5 Cent vom Netzbetreiber. Für Anlagen, die vor dem Stichtag in Betrieb gingen, waren es noch 24,43 Cent.

Die Kürzung soll nach dem Beschluss der Bundesregierung für Anlagen bis zu 10 Kilowatt (kW) Spitzenleistung gelten, wie sie für Eigenheime typisch sind. Sie führt dazu, dass die Rendite für die Investition in Solarstrom stark sinkt.

Beispiel: Eine Solaranlage hat Anfang 2012 rund 2 200 Euro pro Kilowatt Leistung gekostet und fährt einen Stromertrag von 900 kWh pro Kilowatt Leistung ein. Der Eigentümer verbraucht 20 Prozent des Stroms selbst. Ging die Anlage noch vor dem Stichtag in Betrieb, kann er bei Berücksichtigung aller Kosten mit 6,73 Prozent Rendite rechnen. Nimmt er sie jetzt erst in Betrieb, halbiert sich die Rendite auf 3,4 Prozent.

Abschließend entscheidet über die Kürzung der Bundestag am 30. März und dann der Bundesrat. Aktuelle Informationen unter www.test.de/solarstrom2012.

Tipp: Schauen Sie sich in Ruhe nach günstigen Anlagen um. Es ist möglich, dass die Anlagenpreise weiter fallen.

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