Eine Chefin darf eine Arbeitnehmerin nicht rauswerfen, bloß weil sie von deren Ehemann beleidigt wurde.

Eine Alten­pflegerin hatte ihre Team­leiterin angerufen, weil diese kurz­fristig den Urlaubs­plan geändert hatte. Während des Telefonats über­nahm der Ehemann den Hörer. Laut Team­leiterin warf er ihr vor, seine Frau zu schikanieren und zu mobben. Er werde kommen und ihr „eins auf die Fresse“ geben.

Das Landes­arbeits­gericht Brandenburg hielt die darauf­folgende Kündigung der Altern­pflegerin für unwirk­sam. Die Frau konnte nicht ahnen, dass ihr Mann sich so aufregt. Außerdem hätte eine Abmahnung gereicht, damit sie Ähnliches künftig verhindert (Az. 10 Sa 2339/12).

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