Wer beim Einparken an einem fremden Auto entlang­schrammt, muss aussteigen und nach­sehen, auch wenn es nur eine leichte Berührung war. Fast jeder noch so kleine Park­rempler ist bemerk­bar, urteilen viele Gerichte.

Ein Auto­fahrer in Wuppertal verhielt sich genau richtig: Er schaute beim fremden Wagen nach, fand aber nur ein paar Kratzer, die offensicht­lich schon älter waren. Also fuhr er nach Hause. Der fremde Fahrer stellte jedoch fest, dass der vordere Stoß­fänger gestaucht war. 1 406 Euro kostete die Reparatur.

Das Land­gericht Wuppertal sprach den Schädiger vom Vorwurf der Unfall­flucht frei. Der Schaden am Stoß­fänger war für Laien nicht erkenn­bar. Auch die Polizisten hatten ihn bei der Unfall­auf­nahme nicht gesehen. Unfall­flucht kann nur begehen, wer den Schaden bemerkt (Az. 25 Qs - 722 Js 660/15 - 5/15).

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