Einlagensicherung der Banken Meldung

Sparern muss nicht bange sein. Solange die Finanzwelt nicht untergeht, sind ihre Gelder sicher. Finanztest hat bei 48 Banken die maximale Sicherungsgrenze für Spareinlagen ermittelt. Achtung! Bei einigen Geldhäusern sind nur 20 000 Euro abgesichert.

Einlagensicherung fast ideal

Hundertprozentige Sicherheit gibt es in Geldfragen ebenso wenig wie in ­anderen Dingen des Lebens. Immerhin kommen die Einrichtungen, die deutsche Spar- und Anlagegelder schützen sollen, dem Ideal recht nahe. Für Spareinlagen bei Privatbanken gilt zunächst die gesetzliche Einlagensicherung. Danach sind 90 Prozent der Einlagen eines Kunden, maximal aber 20 000 Euro geschützt. Auf Initiative der Europäischen Union soll die gesetzliche Sicherung ab Juli 2009 EU-weit sogar auf 50 000 Euro steigen. Gesichert sind Guthaben auf dem Girokonto, als Tagesgeld, Festgeld, Termingeld sowie Sparbriefe und Sparbücher.

Grundlage für die gesetzliche Entschädigung ist das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (ESAEG). Danach müssen alle Institute, die von Privatanlegern Einlagen entgegennehmen, zwingend der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH (EdB) angehören.

Freiwillige Sicherungsfonds schützen Millionenbeträge

Zusätzlich sind Spargelder bei den meisten Banken durch freiwillige Sicherungsfonds in Millionenhöhe abgesichert. Im ­Falle einer Bankenpleite stopfen sie die ­Lücke, die der gesetzliche Fonds bis 20 000 Euro hinterlässt und springen auch für ­Beträge ein, die diese Summe überschreiten. Für welche Beträge ein Sicherungsfonds bei den einzelnen Banken geradestehen würde, steht in der Tabelle.

Wie viel Geld der Einlagensicherungsfonds deutscher Banken im Ernstfall zur Verfügung hätte, ist nicht bekannt. Solange nicht mehrere große Banken gleichzeitig pleitegehen, dürfte er keine Probleme bekommen. Und selbst wenn es hart auf hart käme, könnten Anleger immer noch auf die Staatsgarantie bauen.

Obwohl diese Zusicherung noch in kein Gesetz eingeflossen ist, können deutsche Sparer ruhig schlafen. Allenfalls bei einem Zusammenbruch des globalen Finanzsystems wären Sicherungsfonds samt staatlicher Garantien womöglich Makulatur.

440 Sparkassen helfen sich gegenseitig

Droht einer Sparkasse die Pleite, müssen ihr die anderen Sparkassen unter die Arme greifen. Die rund 440 Sparkassen in Deutschland helfen sich im Rahmen eines bundesweiten Sicherungssystems untereinander. Eine einzelne Sparkasse kann ­somit nicht pleitegehen. Genossenschaftsbanken verfügen über ähnliche Sicherheitseinrichtungen.

Bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken werden – anders als bei Banken – auch Schuldverschreibungen und Zertifikate wie Spareinlagen behandelt, wenn diese von dem Institut selbst herausgegeben worden sind.

Dagegen fallen Zertifikate, die von einer anderen Bank stammen und nur von einer Sparkasse oder Raiffeisenbank verkauft wurden, nicht unter den Schutzschirm. Geht ein Emittent wie kürzlich die US-Bank Lehman Brothers pleite, dann sind ihre Produkte wertlos.

Ratgeber: Krisensicher anlegen - präsentiert von H.-J. Tenhagen

Aktueller Stand:Inzwischen hat der Bundestag die Regelungen zur Einlagensicherung überarbeitet.

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