Einlagensicherung Meldung

Die Privat­banken wollen die Sicherungs­höhe ihrer freiwilligen Einlagen­sicherung senken. Im Fall einer Banken­pleite sind Tages- und Festgelder, Spar­briefe und Gut­haben auf Giro­konten künftig nicht mehr bei jeder Bank in Millionen­höhe abgesichert. Die meisten Anleger werden jedoch von den ab 2015 beginnenden Änderungen nicht betroffen sein.

Gesetzliche Einlagensicherung bleibt unverändert

Die Einlagensicherung in Deutschland steht auf zwei Säulen: Die gesetzliche Einlagensicherung schützt im Fall einer Bankenpleite Summen bis zu 100 000 Euro pro Anleger. Zahlreiche private Banken sind darüber hinaus auch freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). Der Bankenverband plant nun, die freiwillige Einlagensicherung schrittweise zu senken. Bislang entschädigt der Fonds im Pleitefall Kundenguthaben bis zu 30 Prozent des maßgeblichen haftenden Eigenkapitals der insolventen Bank. In den meisten Fällen sind dies mehrere Millionen Euro pro Kunde.

Änderung in drei Schritten

Bis zum Jahr 2025 will der Bankenverband nun die Sicherungsgrenze schrittweise reduzieren:

  • Im ersten Schritt im Jahr 2015 auf 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals,
  • im zweiten Schritt 2020 auf 15 Prozent und
  • im dritten Schritt zum 1. Januar 2025 auf 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals einer Bank.

Auch nach 2025 sind so immer noch hohe Summen geschützt. „Bei kleinen Banken beträgt Mindestschutz dann immer noch 437 500 Euro“ sagte Hans-Joachim Massenberg, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands deutscher Banken. Die meisten Anleger werden also von den Änderungen nicht betroffen sein. Noch ist die Neuregelung nicht verabschiedet. Eine Versammlung der Mitgliederbanken muss am 17. Oktober zustimmen.

Tipp: Die aktuellen Sicherungsgrenzen Ihrer Bank können Sie über die Internetseite des BdB abfragen.

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