Einlagensicherung Meldung

Bei ausländischen Banken aus der Europäischen Union ist Spargeld bis 100 000 Euro genauso sicher wie in Deutsch­land.

Sorge

In letzter Zeit erreichen uns viele Leser-Mails zur britischen Bank of Scot­land oder zur nieder­ländischen NIBC direct: „Ist mein Geld bei diesen Banken im Falle einer Pleite genauso sicher wie bei einer Bank mit deutscher Einlagensicherung?“, wollten Leser von uns wissen. Auslöser war ein Beitrag der ARD-Sendung Plus-Minus.

Sicherheit

Wir können die Sparer beruhigen. Wir halten die Einlagensicherungs­systeme in den Nieder­landen, Österreich, Groß­britannien, Luxemburg und Frank­reich für genauso gut wie die gesetzliche Einlagensicherung in Deutsch­land.

Richt­linie

Die Entschädigung im Falle einer Pleite regelt eine Richt­linie der Europäischen Union verbindlich für alle Mitglieds­länder. Pro Bank­kunde muss eine Mindest­summe von 100 000 Euro abge­sichert sein. Spätestens 30 Arbeits­tage nach Fest­stellung eines berechtigen Anspruchs muss der Kunde entschädigt sein. Ginge ein Institut mit nieder­ländischer oder britischer Einlagensicherung pleite, müssten sich deutsche Kunden allerdings an die dortige Einrichtung wenden.

Island

Im Fall der islän­dischen Bank Kaupthing Edge dauerte die Entschädigung länger. Die Bank fiel aber auch nicht unter die EU-Richt­linie.

Mehr­fach­schutz

Viele Banken mit ausländischen Namen wie Ziraat Bank oder Sant­ander Consumer Bank aus unserem Dauer­test auf Seite 76 gehören zum deutschen Einlagensicherungs­system. Andere wie die britische ICICI Bank oder die französische Cortal Consors sind Mitglied in der Einlagensicherung ihres Heimatlandes und zusätzlich im Einlagensicherungs­fonds des Bundes­verbandes deutscher Banken (BdB). Bei ihnen ist Kundengeld sogar in Millionenhöhe abge­sichert. Im Pleitefall müssten sich die Kunden jedoch an beide Einlagensicherungs­systeme wenden.

Weitere Informationen bietet der Produktfinder Zinsen: Tagesgeldkonten

Dieser Artikel ist hilfreich. 695 Nutzer finden das hilfreich.