Einlagensicherung Special

Sparer beschäftigen viele Fragen: Wie bekomme ich mein Geld zurück, wenn meine Bank pleitegeht? Ist mein Geld bei einer ausländischen Bank genauso sicher wie bei einer deutschen Bank? Zahlt die bri­tische Einlagensicherung in Pfund oder Euro? Was passiert mit meinem Spargeld, wenn mehrere Großbanken gleichzeitig insolvent werden? Finanztest gibt Antworten auf die wichtigsten Leserfragen zur Einlagen­sicherung.

Einlagensicherung funktioniert gut

Um es gleich vorwegzunehmen: Einlagensicherungssysteme sind nicht für den Fall geschaffen, dass das gesamte Wirtschaftssystem zusammenbricht. Käme es zu einem Massenzusammenbruch von Banken, wären alle Sicherungssysteme überfordert. Ein solches Szenarium ist allerdings aus Sicht von Finanztest wenig wahrscheinlich. Bisher haben die verschiedenen Einlagensicherungen von Privatbanken, öffentlichen Banken, Sparkassen, Volks-und Raiffeisenbanken, Bausparkassen und der deutschen Lebensversicherer im Ernstfall immer gut funktioniert.

100 000 Euro sind überall sicher

Alle in den Produktfindern Zinsen mit ihren Konditionen gelisteten Banken haben ihren Sitz in der Europäischen Union. Bei allen diesen Banken sind auf der Grundlage einer europäischen Richtlinie 100 000 Euro pro Anleger und Bank geschützt. Für Eheleute mit Gemeinschaftskonto sind 200 000 Euro pro Bank gesichert. Der Schutz gilt für Guthaben auf Girokonten, für Sparbriefe, Festgeld und Tagesgeld sowie Fremdwährungskonten, die auf Euro lauten. Zusätzlich zu dieser gesetzlichen Sicherung sind die meisten Privatbanken freiwillig Mitglied im Bundesverband deutscher Banken (BdB), der weiteres Geld absichert. Auch einige ausländische Banken wie zum Beispiel die Bank of Scotland sind im BdB.

Angst vor ausländischen Banken

Viele Leser haben Angst vor ausländischen Banken. Sie fürchten ein kompliziertes Abwicklungs­verfahren für den Fall, dass ihr Geldinstitut Pleite macht. Diese Angst ist jedoch unbegründet, seitdem die EU-Staaten einheitlich Guthaben und Zinsen in Höhe von 100 000 Euro absichern und eine Rückzahlungsfrist im Pleitefall von sieben Tagen, maximal 20 Tagen festgelegt haben.

Schritte für den Ernstfall

Finanztest beschreibt in der vollständigen Version des Artikels Schritt für Schritt am Beispiel der deutschen IKB, der britischen Bank of Scotland, der luxemburger Advanzia Bank und der nieder­ländischen Onlinemarke Moneyou der ABN Amro, was Sparer im Insolvenzfall tun müssten, um an ihr Geld zu kommen. Außerdem beantwortet Finanztest viele Fragen zu den Sicherungssystemen. Für die Bank of Scotland erklären die Experten, wie die Haftungsgrenze von 250 000 Euro zu verstehen ist.

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