Eine neue EU-Richt­linie zur Harmonisierung der europäischen Einlagensicherung zwingt jetzt auch Sparkassen sowie Volks- und Raiff­eisen­banken, ein neues, zusätzliches Sicherungs­system einzuführen. Es soll garan­tieren, dass bis Ende 2023 Beiträge von 0,8 Prozent des Eingen­kapitals eines Instituts in einem Sicherungs­topf liegen. Damit will die EU sicher­stellen, dass jeder Sparer im Fall einer Pleite Spargeld in Höhe von 100 000 Euro ersetzt bekommt.

In der Praxis sind die neuen von der Finanz­aufsicht zertifizierten Sicherungs­systeme des Deutschen Sparkassen- und Giro­verbands (DSGV) und des Bundes­verbands Deutscher Volks­banken und Raiff­eisen­banken (BVR) für Sparer bedeutungs­los. Denn Sparkassen sowie Volks-und Raiff­eisen­banken haben seit langem eine Instituts­sicherung. Gerät ein Institut in Schieflage, wird es von allen anderen gestützt. Im Notfall wird ein Institut von einem anderen über­nommen. So ist die Pleite eines einzelnen Instituts ausgeschlossen. Seit Bestehen der Instituts­sicherung hat kein Sparer jemals Geld verloren.

„Für Kunden der Genossen­schafts­banken in Deutsch­land ändert sich nichts“, erklärte BVR-Vorstands­mitglied Gerhard Hofmann, „da der Instituts­schutz der Einlagensicherung weiterhin vorgelagert ist.“ Ähnlich äußerte sich auch der Präsident des DSGV, Georg Fahrenschon.

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