Einlagensicherung Gesetzlicher Schutz für Fremdwährungs­konten

Seit der Euro schwächelt, fragen Anleger verstärkt nach Anlagen in US-Dollar, norwegischen Kronen oder Schweizer Franken. Beliebt sind außer Anleihen vor allem Fremdwährungs­konten. Sie funk­tionieren oft ähnlich wie Tages­geld.

Vom 3. Juli 2015 an unterliegen Fremdwährungs­konten, gleich in welcher Währung sie geführt werden, der gesetzlichen Einlagensicherung, die im Pleitefall umge­rechnet 100 000 Euro je Kunde schützt. Bisher fielen nur Konten, die auf eine Währung der EU lauteten, unter den gesetzlichen Schutz. Gehört die Bank zusätzlich einer freiwil­ligen Einlagensicherung an, bezieht sie sich auch auf Fremdwährungs­konten.

Im Unterschied zu Tages­geld zahlen Kredit­institute für Konten in ausländischer Währung nicht immer Zinsen. Ohnehin steht bei solchen Anlagen die Spekulation im Vordergrund. Höhere Zins­erträge können von Wechsel­kurs­schwankungen schnell wieder aufgefressen werden.

Mehr zum Thema

  • Finanztest warnt 8 Prozent für Fest­geld? Ein Märchen aus Bahrain!

    - Mit Anzeigen in deutschen Wirt­schafts­zeitungen, die wie ganz normale Artikel aussehen, werben derzeit Vermittler im Internet für Zins­anlagen der Bahrain Middle East...

  • Sicherheit von ETF Sind diese Indexfonds wirk­lich ohne Risiko?

    - ETF sind eine Erfolgs­geschichte. Doch es gibt auch Kritik an den börsen­gehandelten Indexfonds. Sie könnten Crashs verstärken, heißt es etwa. Was ist wahr und was nur...

  • Cobalt Capital Inc. Messe­kontakt-Trick

    - Auf einer Messe ist es schwer, sich jeden Gesprächs­partner zu merken. So konnte sich ein Finanztest-Leser nicht erinnern, als Anrufer einer Cobalt Capital Inc. mit...