Wenn eine Bank nur die gesetzliche Einlagensicherung bietet und nicht einem weiter gehenden freiwilligen Einlagensicherungssystem angehört, darf sie Sparern, die eine sichere Geldanlage wollen, keine eigenen Einlagen empfehlen. Deshalb sprach der Bundesgerichtshof zwei Kunden Schadenersatz zu, die Sparbriefe und Festgeld bei der Dresdner BFI-Bank angelegt hatten, die später insolvent wurde (Az. XI ZR 152/08 und XI ZR 153/08). Anders als die meisten Privatbanken gehörte die BFI nicht dem Einlagensicherungsfonds an, sondern bot nur den gesetzlichen Mindestschutz von 90 Prozent der Einlagen, höchstens aber 20 000 Euro.

Diese gesetzliche Absicherung wurde nun EU-weit verbessert. Seit 1. Juli sind in den 27 EU-Ländern Spareinlagen bis 50 000 Euro gesichert. Außerdem gilt die Sicherung für 100 Prozent des Geldes und nicht mehr – wie bisher in Deutschland – nur für 90 Prozent.

Allerdings ist auch hierzulande in der Praxis weit mehr geschützt, da die meisten Institute eigenen Sicherungssystemen angehören, die Spargelder in Millionenhöhe schützen.

Tipp: Gesichert sind Girokonten, Tages- und Festgelder, Sparbücher, Banksparpläne und Sparbriefe – nicht aber Aktien, Fonds und meist auch keine Zertifikate und Schuldverschreibungen.

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