Das Geld von Sparern wird bei einer Bankpleite noch besser geschützt. Auf 50 000 Euro hat der Bundestag die garantierte Summe der gesetzlichen Einlagensicherung erhöht. Der Sparer erhält ohne Einschränkung sein Geld zurück.

10 Prozent Eigenbeteiligung entfällt

Sparguthaben auf Giro-, Tages- und Festgeldkonten, Sparbüchern, Banksparplänen und Sparbriefen sind ab Juli bis zu einer Summe von 50 000 Euro durch den gesetzlichen Einlagensicherungsfonds geschützt. Bisher lag die gesetzlich vorgeschriebene Summe bei 20.000 Euro, wobei Kunden mit zehn Prozent am Verlust beteiligt waren. Diese Selbstbeteiligung fällt mit der Gesetzesänderung weg. Alle Institute, die von Privatanlegern Geld entgegennehmen, müssen der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken angehören.

Schon nach 30 Tagen Geld zurück

Im Entschädigungsfall soll das Geld auch deutlich schneller an die Bankkunden zurückfließen. Hatten die Entschädigungseinrichtungen bislang maximal drei Monate Zeit, müssen sie das Guthaben in Zukunft innerhalb von höchstens 30 Tagen überweisen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte im Oktober 2008 eine Garantie für alle Einlagesummen ohne Begrenzung ausgesprochen. Dieses politische Versprechen wird es aber nun nicht in Gesetzesform geben.

Weitere Sicherungssysteme schützen hohe Summen

Zusätzlich zur gesetzlichen Absicherung sind Spargelder bei den meisten Banken durch weitere freiwillige Sicherungsfonds in Millionenhöhe geschützt. Sie übernehmen bisher im Fall der Insolvenz eines Instituts den 10-prozentigen Selbstbehalt des Kunden und zahlen für verlorene Spareinlagen, die die Grenze von 20 000 Euro überschreiten. Künftig werden die jeweiligen Sicherungseinrichtungen für Beträge über 50 000 Euro eintreten. Für welche Summe ein Sicherungsfonds bei einer Insolvenz gerade steht, ist von der jeweiligen Sicherungseinrichtung abhängig.

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