Ein Vermieter darf fristlos kündigen, wenn sich herausstellt, dass der Mieter beim Abschluss des Mietvertrags falsche Angaben über sein Einkommen gemacht hat. Eine Lüge zu Vertragsbeginn kann noch Jahre später zum Rausschmiss führen, entschied das Landgericht München I (Az. 14 S 18532/08).

Die Mieterin hatte ihr Bruttogehalt statt ihres Nettogehalts genannt und sich als festangestellte Mitarbeiterin eines Forschungsinstituts ausgegeben. Tatsächlich war sie noch in der Ausbildung und arbeitete nur als freie Mitarbeiterin für das Institut. Der Vermieter durfte daher wegen arglistiger Täuschung fristlos kündigen. Dass die Frau in der zweijährigen Mietzeit immer pünktlich gezahlt hatte, spielte keine Rolle.

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