Die Internet-Warenhäuser kennen ihre Kunden gut: Die Aussicht auf ein Schnäppchen fördert die Kauflust der Surfer stärker als die beste Werbung. Nach dem großen Erfolg der Onlineauktionen bieten jetzt viele Auktionshäuser zusätzlich virtuelle Einkaufsgemeinschaften an, mit denen Kunden die Preise drücken können. "Powershoping" nennt das zum Beispiel Primus-Online.de, "Powersales" heißen die Angebote bei Offerto.de, "Community-Shopping" bei Cheap4you.de.

Das Prinzip ist stets das gleiche: Auf einer Internetseite eines Händlers wird ein Produkt, meist Computer oder Unterhaltungselektronik, angeboten. Je mehr Käufer ein solches Gerät haben wollen, desto billiger wird es. Dabei ist von vornherein festgelegt, wie viele Käufer zusammenkommen müssen, um die nächste Rabattstufe zu erreichen. Der Endpreis kann dabei 20 bis 30 Prozent unter dem Startpreis liegen.

Doch der hohe Rabatt täuscht. Denn der vom Hersteller empfohlene Startpreis ist eine fiktive Größe. Der tatsächliche Handelspreis liegt meist weit darunter.

Testkäufe der Zeitschriften Plus und Computer Bild zeigten, dass die Einkaufsgemeinschaften in der Regel auch bei maximalem Rabatt bestenfalls marktübliche Preise erzielen. Die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen stellte zudem fest, dass oft Ladenhüter aus vergangenen Produktreihen im Angebot der Auktionshäuser sind, die wegen des "hohen Lagerdrucks" schnell unter die Internetgemeinde gebracht werden sollen.

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