Worauf Sie achten müssen

Die Beispiele zeigen: Beim Kauf von Produkten wie Notebooks oder Monitoren müssen Reisende auf technische Besonderheiten, Garantiebestimmungen und die Zoll- bzw. Einfuhrumsatzsteuern achten. Sonst lohnt sich der Kauf eventuell nicht. Das gilt auch für zollfreie Waren. Der klare Nachteil beim Kauf von Notebooks ist die amerikanische Tastatur. Bei anderen Produkten wie Kleidung, Schmuck oder Tennisschlägern gibts keine solchen Unterschiede. Ein Problem bleibt immer bestehen: Hatte die Ware einen Schaden oder geht nach erstmaligem Gebrauch kaputt, dann hat der Käufer theoretisch zwar Anspruch auf Garantie. Praktisch muss er dazu die Ware manchmal in die USA schicken. Und das ist teuer.

Tipps

  • Drittländer. Sobald Sie Waren aus einem Drittland nach Deutschland einführen, müssen Sie diese ab einem Wert von 175 Euro verzollen. Drittländer sind alle Länder außerhalb der Europäischen Union. Allerdings gibt es Ausnahmen. Sie finden sie der auf der Homepage des Zolls.
  • Zollfrei. Die 175 Euro-Grenze gilt pro Person und nicht pro Ware. Einerseits können Sie also nicht als Einzelperson drei Paar Schuhe à 170 Euro zollfrei einführen. Andererseits dürfen Sie, wenn sie zum Beispiel mit der ganzen Familie reisen, die drei Paar Schuhe auf alle verteilen.
  • Mehrwertsteuer. Im Gegensatz zu Deutschland hat die USA keine Mehrwertsteuer. Statt dessen kann jeder Bundesstaat eine eigene sales tax festsetzen. Derzeit liegen diese Steuern zwischen 4 und 10 Prozent. Bei der Heimreise am Flughafen kriegen Sie diese nicht erstattet. Daher kommen die Einfuhrumsatzsteuer und die Zollgebühren zum Kaufpreis hinzu.
  • Zollsätze. Sollten sie dennoch überlegen, etwas aus den USA zu überführen, dann können Sie sich vorab im Internet erkundigen, wie hoch die Zollgebühren sind. Der Taric-Code gibt den genauen Zollsatz an.
  • Hinreise. Der Zoll lässt sich nicht mit dem Argument überrumpeln, sie hätten das Notebook, die Uhr oder das Objektiv schon aus Deutschland in die USA eingeführt. Planen Sie solche - gerade neuwertigen - Dinge auf die Reise mitzunehmen, dann melden Sie sie vor der Reise beim Zollamt an.
  • Geschenke. Bekommen Sie etwas von Verwandten, Bekannten oder auch Fremden in den USA geschenkt, dann müssen sie das Geschenk verzollen, wenn es mehr als 175 Euro Wert ist. Egal ob es neu oder gebraucht ist, oder die Schenkung mehrere Monate zurückliegt. Geschenkte und gekaufte Produkte behandelt das Zollamt also gleich.
  • Technik. Bei elektronischen Geräten gibt es meistens Schwierigkeiten. Das fängt schon damit an, dass die USA weniger Spannung im Stromnetz hat: 110 Volt bei 60 Hertz. Die meisten Netzteile - gerade an portablen Geräten - können damit umgehen. Ansonsten gibt es in Deutschland Adapter für wenige Euro.
  • Garantie. Sie können die Garantie auf Ihr gekauftes Produkt zwar in Anspruch nehmen. Allerdings erstatten Ihnen nicht alle Hersteller die Transportkosten in die USA und wieder zurück nach Deutschland.
  • Informationen. Auf der Homepage des deutschen Zolls finden Sie alle wichtige Informationen über die Einfuhr von Waren.

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