Recht

  • AGB. Schauen Sie in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Anbieters. Sie sollten einfach formuliert und verständlich sein. Meiden Sie Onlineshops mit langen und komplizierten Klauselwerken. Geschäftsbedingungen, die sie unfair benachteiligen, sind unwirksam. Shops mit unwirksamen Regelungen werden sich aber regelmäßig auch auf unfaire Regelungen berufen und hilft Ihnen im Ernstfall dann nur noch ein Gerichtsverfahren weiter. Hat ein Onlinehändler keine AGB, ist das kein Makel. Im Gegenteil: Es gelten dann die verbraucherfreundlichen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. So ist es etwa auch im Shop der Stiftung Warentest.
  • Datenschutz. Onlinehändler dürfen Ihre Daten nur für die Kaufabwicklung benutzen. Doch Kundendaten sind ein Kapital: Viele Onlinehändler fragen deshalb, ob Sie Ihre Daten weitergeben dürfen. Deaktivieren Sie das Kontrollkästchen für die Datenweitergabe auf Bestellformularen, wenn Sie sich vor Spam- und Werbe-E-Mails schützen wollen. Kaufen Sie nicht bei Onlineshops, die sich in den AGBs das Recht einräumen, Ihre Daten an Dritte weiterzugeben.
  • Informationen. Jeder Onlineshop muss über das Rückgaberecht informieren. So steht es im Gesetz. Meiden Sie Onlineshops, die keine Angaben zur Rückgabe machen.
  • Rückgabe. Für Onlinekäufe gilt ein 14-tägiges-Rückgaberecht. In dieser Zeit können Sie die Ware ohne Angabe von Gründen zurücksenden. Dieses Recht ist gesetzlich verbrieft und darf von keinem Onlineshop eingeschränkt werden. Schicken Sie die bestellte Ware aber stets als Paket zurück: Der Einlieferungsschein belegt, dass Sie die Ware auf den Weg gebracht haben. Ist die bestellte Ware mehr als 40 Euro wert und hat der Kunde bereits Vorkasse geleistet, übernimmt der Verkäufer auf jeden Fall die Kosten für die Rücksendung. Der Verkäufer muss sie nur dann nicht übernehmen, wenn er in seinen AGB ausdrücklich daraufhin weist, dass der Kunde die Rücksendekosten auch bei Waren für über 40 Euro übernehmen muss und dieser noch kein Vorkasse geleistet hat.
  • Widerrufsrecht. Für Sie gilt die „Geld- zurück-Garantie“ sogar zeitlich unbegrenzt, wenn der Händler nicht deutlich über das Widerrufsrecht informiert oder die Belehrung fehlerhaft ist. Wenn Sie mit den bestellten Joggingschuhen schon ein paar Runden gedreht haben, müssen Sie aber mit Kürzungen rechnen. Abnutzungen oder Beschädigungen müssen Sie ersetzen, wenn der Händler dies klar geregelt hat. Allerdings: Eine Anprobe oder die genaue Begutachtung der Ware, wie sie bei Kauf im Geschäft möglich wäre, berechtigen den Händler nicht zu Abzügen von der Kaufpreiserstattung. Bei mangelhafter Ware gilt stets: Der Händler darf keine Entschädigung für die Benutzung verlangen.
  • Gewährleistung. Der Verkäufer haftet für Sachmängel an der Ware, die bei Lieferung vorliegen. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt zwei Jahre. In dieser Zeit muss der Händler die Ware kostenlos reparieren, ersetzen oder sich auf Preisminderung einlassen. Wichtig bei Streitfällen: Innerhalb des ersten Halbjahres muss der Händler beweisen, dass das Produkt bei Lieferung keine Mängel hatte. Nach Ablauf der sechs Monate wirds schwieriger für den Käufer. Dann muss er beweisen, dass die Ware schon mangelhaft war, als er sie erhielt.
  • Ebay. Das Rückgaberecht gilt auch bei Ebay-Auktionen, wenn der Verkäufer gewerblich handelt. Nicht jedoch bei Privatauktionen.

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