Einkaufen im EU-Ausland Meldung

Bei fehlerhafter Ware können Käufer innerhalb der Europäischen Union zwei Jahre lang ihre Rechte geltend machen. Die europäischen Verbraucherzentren helfen kostenlos dabei.

Rechte. Nach dem Urlaub zeigen die teuren italienischen Designerschuhe Mängel im Leder oder die Tauchausrüstung aus Portugal ist defekt. Dann haben die Kunden dieselben Rechte wie zuhause und können Reparatur oder Ersatz verlangen. Das ist in allen Ländern der Europäischen Union gleich.

Reklamation. Käufer brauchen eine Reklamation nicht zu scheuen. Führt ein Kontakt mit dem Händler in dem Urlaubsland nicht weiter, können Sie sich an das europäische Verbraucher­zentrum (EVZ) in Deutschland wenden. Solche Zentren gibt es auch in den anderen Ländern, finanziert von der EU-Kommission und den EU-Ländern. Im Netzwerk ECC-Net sind die Zentren zusammengeschlossen.

Hilfe. Die Verbraucher bekommen kostenlosen Rat und Unterstützung bei der außergerichtlichen Regulierung. Der Sachverhalt wird rechtlich geprüft, in die Sprache des Kauflandes übersetzt und an das dortige EVZ übermittelt. „In 70 Prozent der Fälle einigen sich Käufer und Händler“, berichtet der Jurist Stefan Böhm von der EVZ in Kehl. Ist der Händler in der Ersatzpflicht, muss er auch die Kosten für den Transport tragen.

Unterlagen. Damit das deutsche EVZ aktiv werden kann, sollten Käufer die vollständige Händleranschrift, die Kaufquittung, eventuell einen Vertrag und die schriftliche Mängelanzeige parat haben.

Tipp: Notieren Sie die Adresse des Händlers. Bewahren Sie den Kassenbon gut auf. Lassen Sie sich Zusicherungen des Händlers zur Ware schriftlich geben. Holen Sie sich Rat beim deutschen EVZ, Euro-Info-Verbraucher e V, Tel. 0 78 51/99 14 80 oder unter www.euroinfo-kehl.eu.

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