Einkaufen im Ausland Meldung

In Madrid haben Kunden ­dieselben Rechte wie in Deutschland und anderen EU-Staaten. Doch sie müssen da reklamieren, wo sie eingekauft haben.

Mangelhafte Waren müssen Kunden bei dem Händler reklamieren, bei dem sie das Produkt gekauft haben. Das gilt auch für Käufe im Ausland, musste eine Urlauberin aus Berlin feststellen. Sie hatte Clarks-Schuhe in Madrid gekauft. Daheim in Berlin war nach ein paar Wochen eine Sohle kaputtgegangen.

Die Frau reklamierte den Fehler in einem Clarks-Laden in Berlin. Doch dort war sie falsch, sie muss sich nach Madrid wenden.

Da beim Shoppen im EU-Ausland überall die gleichen Käuferrechte gelten, können Kunden mangelhafte Waren zwei Jahre lang reklamieren. Allerdings wird die Berliner Urlauberin kaum nach Madrid fliegen, nur um ein paar Schuhe abzuliefern. „Der Kunde kann dem Händler aber auch die mangelhafte Sache zusammen mit dem Reklamationsschreiben per Post schicken“, rät Sybille Kujath, Juristin beim Europäischen Verbraucherzentrum EVZ in Kiel.

Tipp: Wenn ein Hersteller – wie Clarks – auch in Deutschland auf dem Markt ist, sollten Käufer es erst einmal bei der Zentrale versuchen und auf Kulanz hoffen. Klappt das nicht und auch der Händler im Ausland macht Zicken, können sie sich an die EVZ wenden (Tel. 0 4 3 1/9 71 93 50, www.evz.de). Die Mitarbeiter beraten sie und leiten den Fall an ihre Kollegen im Ausland weiter. Die versuchen vor Ort eine Einigung mit dem Händler. Der Service ist kostenlos.

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