Zahlt der Arbeit­geber Verheirateten eine Gehalts­zulage und gewährt ihnen Sonder­urlaub, muss er diese Vergüns­tigungen auch homo­sexuellen Paaren zugestehen, die in einer einge­tragenen Lebens­part­nerschaft leben. Solche Vorteile zu verweigern, stellt eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung dar, und das ist nach EU-Recht in Arbeits­verhält­nissen verboten.

Mit dieser Entscheidung gab der Europäische Gerichts­hof einem französischen Bank­angestellten recht, der mit seinem Partner in einem „Pacte civil de solidarité“ lebte. Die Lebens­part­nerschaft sei mit der Ehe vergleich­bar, da die Partner sich recht­lich zu gegen­seitigem Beistand und materieller Unterstüt­zung verpflichten. Anders als noch zum Klage­termin ist in Frank­reich seit Mai 2013 die Ehe zwischen Personen gleichen Geschlechts zugelassen (Az. C-267/12).

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.