Was Sie tun können, wenn die Krankenkasse Ihre Kur ablehnt

Eine Ablehnung Ihres Antrags auf eine Kur kann verschiedene Ursachen haben. Meist begründen Kassen sie damit, dass ambulante Maßnahmen am Wohn­ort nicht ausgeschöpft oder die medizi­nische Indikation nicht gegeben seien. Außerdem lehnen Kassen oft Pauschalkuren ab, weil die Heil­anwendungen in solchen Paketen nicht individuell auf den Patienten zuge­schnitten seien.

Wider­spruch

Lehnt die Kasse die Kosten­erstattung ab, sollten Sie der Entscheidung unbe­dingt wider­sprechen. Dafür haben Sie einen Monat Zeit. Die Frist beginnt in der Regel drei Tage, nachdem das Schreiben abge­sendet wurde. Von den 2015 entschiedenen Wider­sprüchen waren mehr als ein Drittel erfolg­reich. Fordern Sie das Gutachten des Medizi­nischen Dienstes an. Es kann wichtige Anhalts­punkte liefern, um den Wider­spruch zu begründen. Schi­cken Sie Ihren Wider­spruch am besten per Einschreiben mit Rück­schein. Schreiben Sie, gegen welchen Bescheid Sie sich wehren (Datum, Aktenzeichen), warum Sie nicht einverstanden sind und dass Sie beantragen, den Ablehnungs­bescheid aufzuheben. Erklären Sie Ihre persönliche und gesundheitliche Situation. Verdeutlichen Sie etwa, dass Therapien am Wohn­ort nicht ausreichen. Leiden Sie zum Beispiel an Atemwegs­beschwerden, kann eine Kur am Meer helfen. Bitten Sie Ihren Arzt um eine nochmalige Stellung­nahme oder konsultieren Sie einen weiteren Arzt.

Klage

Wird auch Ihr Wider­spruch abge­lehnt, haben Sie einen Monat Zeit, um dagegen zu klagen. Gerichts­gebühren fallen nicht an.

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