So klappts mit der Vorsorgekur

Karlovy Vary (Karls­bad) verfügt über zwölf Mineralquellen. Sie werden für Trinkkuren genutzt.

Jeder gesetzlich Kranken­versicherte und dessen mitversicherte Familien­angehörige können eine durch die Kasse bezu­schusste ambulante Vorsorgekur (Unser Rat) in Anspruch nehmen – in der Regel alle drei Jahre. Bevor es losgeht, muss die „Badekur“ beantragt und von der Kasse genehmigt werden. Nur dann hat ein Versicherter Anspruch auf Kosten­erstattung und Zuschüsse. Antrags­formulare gibt es bei der Krankenkasse.

Schritt 1: Gespräch mit dem Arzt

Der erste Gang führt Kurwil­lige zu ihrem Haus­arzt, dem Betriebs­arzt oder dem behandelnden Fach­arzt. Er muss die Kur aus medizi­nischer Sicht befür­worten. Patient und Arzt besprechen, ob eine ambulante Kur infrage kommt und welche Therapien und Heil­mittel nötig sind. Der Arzt kann geeignete Behand­lungen empfehlen, ein bestimmtes Klima vorschlagen und einzelne Kurorte befür­worten. Der Patient kann Einfluss nehmen, indem er zusammen mit dem Arzt bevor­zugte Therapien oder Kurorte auswählt.

Schritt 2: Kur gut begründen

Arzt und Patient stellen gemein­sam den Antrag bei der gesetzlichen Krankenkasse. Der Arzt füllt die Formulare aus, nennt den Behand­lungs­schwer­punkt und begründet möglichst präzise, warum eine ambulante Vorsorgekur medizi­nisch notwendig ist und warum sie Aussicht auf Erfolg hat. Sinn­voll kann es sein, einen persönlichen Bericht zu schreiben oder beim zuständigen Sach­bearbeiter der Krankenkasse vorzusprechen, um die eigene Situation zu schildern.

Schritt 3: Antrag zur Krankenkasse

Antrag und Nach­weise reicht der Patient bei seiner Krankenkasse ein. Oft leitet sie die Unterlagen zur Prüfung an den Medizi­nischen Dienst der Kranken­versicherung (MDK) weiter. Er kann den Patienten zu einem weiteren Arzt schi­cken. Gibt der MDK grünes Licht, erteilt die Kasse die Genehmigung und schickt den Bescheid per Post nach Hause. Alle Kuren werden zunächst für eine bestimmte Dauer genehmigt. In der Regel sind dies drei Wochen. Wenn ein längerer Aufenthalt aus medizi­nischer Sicht dringend erforderlich ist, kann eine Kur durch den Kurarzt nach­träglich verlängert werden.

Schritt 4: Bei Ablehnung Wider­spruch

Nicht immer wird die beantragte Kur bewil­ligt. Gegen den ablehnenden Bescheid können Versicherte kostenlos Wider­spruch bei ihrer Kasse einlegen (Was Sie tun können, wenn Ihre Krankenkasse Ihre Kur ablehnt).

Schritt 5: Urlaub beantragen

Nun ist es Zeit, den Urlaub beim Arbeit­geber zu beantragen und danach gleich die Kur zu buchen. Der Anspruch auf die Kur verfällt, wenn sie nicht inner­halb von vier Monaten angetreten wird.

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