Auch wenn nichts oder nur wertlose ­Sachen geklaut werden, muss die Einbruchdiebstahlversicherung für Vandalismusschäden nach einem Einbruch zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof noch einmal deutlich gemacht (Az. IV ZR 106/01). Bei einer Lebensmittelgroßhändlerin hatten Einbrecher das Warenlager und die Betriebseinrichtung verwüstet und einen Schaden von etwa 511 300 Euro angerichtet. Die Einbruchdiebstahlversicherung weigerte sich zu zahlen. Die Täter hätten nichts stehlen wollen, sondern seien mit dem Ziel der Zerstörung in das Gebäude eingedrungen, so die Argumentation der Versicherungsgesellschaft.

Die obersten Zivilrichter stellten klar: Es ist gleichgültig, mit welcher Absicht Einbrecher handeln und ob sie tatsächlich einen Diebstahl begehen. Maßgeblich ist, dass in den Großhandel eingebrochen und Schaden angerichtet wurde. Dafür muss die Versicherung zahlen.

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