Fremde Videos, Fotos oder Kurz­nach­richten auf der eigenen Facebook-Seite oder Home­page einzubetten, verstößt nicht gegen Urheberrechte und ist auch ohne Einwilligung des Recht­einhabers erlaubt. Das hat der Bundes­gerichts­hof entschieden (Az. I ZR 46/12). Voraus­setzung ist aber, dass der jeweilige Inhalt ursprüng­lich vom Recht­einhaber oder zumindest mit dessen Zustimmung auf eine allgemein zugäng­liche Seite hoch­geladen wurde. An dieser Stelle wird es kniff­lig: Wer ein Video unter welchen Umständen hoch­geladen hat, dürfte oft kaum zu ermitteln sein. Eine weitere Bedingung: Der Nutzer muss das Video per „Framing“ (Eng­lisch für „einrahmen“) einbinden. Das bedeutet: Er lädt es nicht auf seine Seite hoch, sondern spielt es aus der ursprüng­lichen Quelle ab. Youtube etwa bietet dafür spezielle Einbett-Links. So kann der Nutzer zum Beispiel fremde Videos auf Facebook anzeigen, ohne dass seine Freunde zum Abspielen Facebook verlassen müssen. Ebenfalls wichtig: Der Nutzer darf einge­bettete fremde Inhalte nicht verändern.

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